Gregory Bateson
Gregory Bateson (* 9. Mai 1904, † 11. Juni 1980) war ein angloamerikanischer Anthropologe, Sozialwissenschaftler und Kybernetiker, der viele verschiedene Felder bearbeitet hat. Als origineller Denker, der erkenntnistheoretische, biologische, linguistische, psychologische und anthropologische Fragestellungen unter systemischer Perspektive bearbeitete, ist er einer der einflussreichsten Universalgelehrten des 20. Jahrhunderts. Sein Vater, William Bateson, war ein bekannter Biologe und Genetiker.
| Inhaltsverzeichnis |
Leben
- In den 30er Jahren Feldforschungen in Neu-Guinea.
- Ab 1942 war er zusammen mit Norbert Wiener an den ersten Entwicklungen der Kybernetik und der Informationstheorie beteiligt.
- 1947 wurde er Visiting Professor für Anthropologie an der Harvard University.
- 1950 beginnt er seine Arbeit am Palo Alto VA.
- 1952 erhält er ein Rockefeller-Stipendium, um in Palo Alto Wynne Kommunikation am NIMH zu studieren.
- 1954 Forschungsprojekt über schizophrene Kommunikation.
- 1972 wurde er Mitglied der University of California at Santa Cruz.
- 1976 Wurde er zum Mitglied des Board of Regents of the University of California ernannt.
Überblick
Bateson ist u.a. wegen der Entwicklung der psychologischen Double-Bind-Theorie bekannt. Er war zwei Jahre mit der Anthropologin Margaret Mead verheiratet. Aus dieser Ehe stammt die Tochter Catherine Bateson, die ihre Erinnerungen an die Eltern in dem Buch Mit den Augen einer Tochter (Reinbek 1986) veröffentlichte.
Einige von Batesonss bekanntesten Arbeiten sind in seinen Büchern Steps to an Ecology of Mind (1973) und Mind and Nature (1980) zu finden. Bateson räumte selbst ein, dass seine teilweise abstrakte Schreibweise dazu beitrug, dass er häufig missverstanden wurde. Nachdem sich systemisches Denken in den letzten Jahrzehnten immer stärker durchgesetzt hat, sind viele seiner Gedankengänge heute nicht mehr so irritierend wie bei ihrer ersten Publikation. Bei sorgfältiger Lektüre sind Batesons Schriften nach wie vor eine Quelle der Weisheit und der intellektuellen Bereicherung.
Er spielte in der Entwicklung der Kybernetik eine entscheidende Rolle. Er war es, der bahnbrechende systemtheoretische und kybernetische Denkansätze in die Sozial- und Humanwissenschaften einführte und damit zum genialen Begründer der systemischen Therapie wurde.
Siehe auch: Bertrand Russell, Paul Watzlawick, NLP
Zitate
- "NLP ist der erste systematische Ansatz zu lernen, wie man lernt."
- "Evolution ist lange Zeit schlecht gelehrt worden."
- "Ein Hund oder eine Katze nimmt freiwillig eine unterwürfige Position ein, um mit Ihnen Rapport aufzunehmen. Wenn Sie mit einem Delphin schwimmen, kehrt sich Relation um: Sie sind das Kind und er der Erwachsene.
Werke
- 1968 Kommunikation. Die soziale Matrix der Psychiatrie; zus. mit Jürgen Ruesch (ISBN 3-927809-40-3)
- 1972 Ökologie des Geistes; Frankfurt a.M. 1981 (ISBN 3-518-28171-2)
- 1979 Geist und Natur. Eine notwendige Einheit; Frankfurt a.M. (ISBN 3-518-28291-3)
Literatur
- Wolfram Lutterer, Auf den Spuren ökologischen Bewusstseins. Eine Analyse des Gesamtwerks von Gregory Bateson; (Books on Demand) (ISBN 3-89811-699-9)
- ders., Gregory Bateson: Eine Einführung in sein Denken; (ISBN 3-89670-237-8)
- Edmond Marc u. Dominique Picard, Bateson, Watzlawick und die Schule von Palo Alto; (ISBN 3-8257-0106-9)
- Wolfgang Walker, Abenteuer Kommunikation. Bateson, Perls, Satir, Erickson und die Anfänge des Neurolinguistischen Programmierens (NLP); (ISBN 3-608-91976-7)
Weblinks
- Gregory Bateson: Auf dem Wege zu einer Schizophrenie-Theorie
- Gregory Bateson und die Gruppe von Palo Alto
- Beats Biblionetz: Gregory Bateson
Bateson, Gregory
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Bateson, Gregory
Bateson, Gregory
Bateson, Gregory
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bateson, Gregory |
| ALTERNATIVNAMEN | |
| KURZBESCHREIBUNG | Angloamerikanischer Anthropologe, Sozialwissenschaftler und Kybernetiker |
| GEBURTSDATUM | 9. Mai 1904 |
| GEBURTSORT | |
| STERBEDATUM | 11. Juni 1980 |
| STERBEORT | |
