Grenoble
thumb|250px|Ansicht von Grenoble, 2002 Grenoble ist die Hauptstadt des französischen Départements Isère und der Dauphiné und liegt im Südosten Frankreichs am Treffpunkt der Flüsse Isère und Drac etwa 200 Kilometer südlich von Genf, 100 Kilometer östlich von Lyon und 350 Kilometer nördlich der Côte d'Azur.
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Geographie
Die Stadt befindet sich auf etwa 213 m Höhe über dem Meer, um die Stadt herum finden sich im Abstand weniger Kilometer alpine Berggipfel mit teils über 3000 m Höhe; es sind dies die Gebirgszüge des Vercors, der Chartreuse sowie die Ausläufer der Alpen. Grenoble ist mit 156.203 Einwohnern (der gesamte Großraum umfasst 514.559 Menschen; Stand 1999) die größte Stadt in den Alpen.
Geschichte
Grenoble war schon von den Kelten und dann von den Römern besiedelt, es ist seit dem 4. Jahrhundert Bischofssitz. Grenoble kam im Jahre 879 zum Königreich Burgund und ist seit dem Jahr 1242 Stadt. Die Universität wurde 1339 gegründet. 1349 kam Grenoble an Frankreich. Im 18. Jahrhundert war die Stadt vor allem für das Kunsthandwerk bekannt. Die in Grenoble wirkende Tischlerdynastie der Hache kam zu landesweiter Bedeutung, als ihr der Titel "Tischler der Herzöge von Orleans" verliehen wurde. Deren Werke sind heute noch im Musée Dauphinois in Grenoble zu bewundern. Im Jahre 1968 fanden hier die Olympischen Winterspiele statt.
Politik
Städtepartnerschaften
Die Stadt Grenoble unterhält Partnerschaften mit folgenden Städten:
- 1961: Catania (Italien)
- 1963: Innsbruck (Tirol)
- 1976: Essen (Nordrhein-Westfalen), Halle (Sachsen-Anhalt)
- 1977: Chişinău (Moldawien)
- 1984: Oxford (Großbritannien), Rehovot (Israel)
- 1990: Phoenix (USA)
- 1992: Pécs (Ungarn)
- 1997: Kaunas (Litauen)
- 1998: Sfax (Tunesien)
- 1999: Constantine (Algerien)
- 2002: Corato (Italien)
Wirtschaft und Infrastruktur
Die verarbeitende Industrie besteht aus elektrochemischer und metallurgischer Industrie sowie Maschinenbau, Handschuhmacherei und Zementfabrikation.
Verkehr
Der nächstgelegene Flughafen ist der etwa eine Autostunde entfernte Flughafen Lyon Saint-Exupéry in Lyon. Grenoble selbst verfügt nur über einen kleinen Regionalflughafen.
Mit der Eisenbahn hat die Stadt Verbindungen in Richtung Italien durch den Mont-Cenis-Tunnel, dem ältesten großen Tunnel durch die Alpen. In der Gegenrichtung führt die Eisenbahn weiter nach Lyon.
Bildung und Forschung
Die Stadt verfügt über drei Universitäten mit insgesamt etwa 55.000 Studenten, nämlich die Université Stendhal, die Université Joseph Fourier und die Université Pierre Mendès France. Zur letzteren gehört auch die ESA, die Ecole Supérieure des Affaires (Handelshochschule). Ferner existiert mit dem Institut national polytechnique de Grenoble (INPG) eine Bildungseinrichtung vom Rang einer Universität, die neun Ingenieursschulen und zahlreiche Forschungslaboratorien umfasst.
Ebenfalls in Grenoble liegt die Großforschungseinrichtung europäisches Synchrotron (ESRF) und die Neutronenquelle des Institut Laue-Langevin (ILL).
Kultur und Sehenswürdigkeiten
| thumb|left|750px|Blick über Grenoble, 2004 |
Das Musée de Grenoble beherbergt nach den Museen in Paris die zweitgrößte Kunstsammlung Frankreichs.
Bekannt ist Grenoble auch für seine Walnüsse, deren Herkunftsbezeichnung geschützt ist.
Persönlichkeiten
- Alfred de Bougy, Schriftsteller
Weblinks
- Stadt Grenoble
- Communaute d'Agglomération
- Conseil Général de l'Isère
- Institut National Polytechnique de Grenoble
- ESRF
- Musée de Grenoble
