Griechische Architektur
Die griechische Architektur ist eine Widerspiegelung der geschichtlichen Vorgänge der griechischen Antike. In Korrelation mit der für das antike Griechenland typischen Polis ist sie in erster Linie eine städtische Architektur - also Ausdruck einer theoretisch wie faktisch begrenzten politischen Gemeinschaft.
Es verwundert wenig, dass die ersten Bauten bzw. Großbauten Tempel oder Tempelanlagen darstellten, da die Religion die Geschlossenheit der Gemeinschaft, der Polis und auch das verbindende Element über die Polis hinaus zu anderen Poleis und somit zu einem Wir-Gefühl aller Griechen gewährte.
Die ersten, wenn auch spärlichen Reste der griechischen Baukunst stammen aus dem 9. Jahrhundert v. Chr. Es handelt sich hierbei meist um kleine Tempel, deren tragende Elemente ursprünglich aus Holz, später aus Stein errichtet wurden.
Zu Beginn des 6. Jahrhunderts v. Chr. wurden dann auch vermehrt große Tempel und Tempelanlagen errichtet. Zunächst im Westen, vor allem auf der Peloponnes wurde der dorische Stil entwickelt, bald folgte jedoch vom Osten her der etwas feinere, zierlichere ionische Baustil. Daraus entwickelte sich später die korinthische Ordnung.
Siehe auch: Säulenordnung, Dorischer Baustil, Ionischer Baustil, Korinthische Ordnung, Griechischer Tempel
