Großwetterlage

Unter Großwetterlage (GWL) versteht man bestimmte atmosphärische Zustände (Wetterlagen) über einem Großraum (etwa Europa und angrenzender Nordatlantik), die sich während eines mehrtägigen Zeitraumes nicht wesentlich verändern. Ein wesentliches Kriterium hierbei ist die mittlere Luftdruckverteilung, gemessen am Boden. Das Wetter selbst kann während einer GWL wechseln, der Charakter der Witterung bleibt erhalten. Die regionale Ausbildung und typische Aufeinanderfolge der Großwetterlagen gestalten wesentlich das Klima eines Gebietes. Die Einteilung der GWLn erfolgt nach der Strömungssituation (zyklonal oder antizyklonal) sowie nach der Lage der Aktionszentren (für Mitteleuropa Azorenhoch und Islandtief) in der Atmosphäre und der Frontalzone. Für Europa lassen sich 29 verschiedene GWLn unterscheiden; für Mitteleuropa können diese in acht Großwettertypen zusammengefasst werden. Die GWL ist für die Voraussage der Entwicklung des Wetters und der Witterung für einen längeren Zeitraum von großer Bedeutung.

Schema der Großwetterlagen für Europa

A. Großwetterlagen der zonalen Zirkulationsform

B. Großwetterlagen der gemischten Zirkulationsform

C. Großwetterlagen der meridionalen Zirkulationsform

Siehe auch: Vb-Wetterlage

See also: Großwetterlage, Aktionszentrum, Atmosphäre, Azorenhoch, Frontalzone, Islandtief, Klima, Luftdruck, Strömung, Vb-Wetterlage