Groteske

1. (ital. grottesco zu grotta = Grotte) Eine Groteske ist eine übertriebene und dadurch witzige Erzählung oder ein ebensolches Drama (Siehe auch Karikatur) Meist handelt es sich um einen kürzeren, derb-komischen oder närrisch-seltsamen Text, der auf verzerrende, ungewöhnliche Art und Weise verschiedene, nicht zusammenpassende Elemente, scheinbar unvereinbare Gegensätze, vor allem Komisches und Grausiges, miteinander verbindet. Verbunden werden oft Lebensweisheit und Irrationales. Sie wird und wurde vor allem verwendet, um die Wahrnehmung der Verzerrung, Verfremdung und Entstellung der Welt darzustellen. Insbesondere in Epochen, in denen der Glaube an eine heile Welt besonders verloren schien, spielte sie eine besondere Rolle. Besonders in der Epoche der Romantik findet man Grotesken (Jean Paul, E.T.A. Hoffmann).

2. Bei einer Groteske handelt es sich ferner um ein antikes römisches Ornament aus Tieren, Blumenranken, Fabelwesen. Man findet sie in Palästen, Thermen u.a. (Grotten). In der Renaissance wurde sie wiederentdeckt und unter anderem von Raffael in den Loggien des Vatikan aufgegriffen. Man findet sie außerdem in den Ornamenten von Büchern.

Beispielhafte Autoren:

Literatur

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