Gruppenarbeit

Bei der Gruppenarbeit werden verschiedene Einzelschritte eines Arbeitsvorgangs bzw. einer Lernaufgabe von mehreren Beschäftigten oder Lernenden gemeinsam ausgeführt. Dies kann arbeitsteilig geschehen.

Anders als bei der Projektarbeit arbeiten bei der betrieblichen Gruppenarbeit die festen Gruppen zeitlich unbefristet zusammen. Von dieser Arbeitsorganisation erwarten die Unternehmen eine höhere Produktivität und Flexibilität, mehr Qualität und folglich Kostensenkungen.

Man unterscheidet:

Eng mit der Gruppenarbeit verbunden ist in der Praxis der kontinuierliche Verbesserungsprozess (KVP): Die Gruppen optimieren ihre Arbeitsabläufe ständig. Die erreichte Mehrleistung wird jeweils zum neuen Leistungsmaßstab, den es nun zu übertreffen gilt.

Typische Risiken der Gruppenarbeit sind deswegen Personalabbau, Selbstausbeutung, Leistungsdruck und die Gefahr, dass alle, die nicht ganz so leistungsfähig sind, ausgegrenzt werden oder sich zurückziehen. Am weitesten verbreitet ist Gruppenarbeit in Großbetrieben, vor allem in der Fertigung.

Vorteil der Gruppenarbeit ist allerdings die Bildung von Teamgeist und der Wechsel der Tätigkeiten (Job-Rotation) innerhalb der Gruppe, was einerseits abwechslungsreicher ist und andererseits neue Perspektiven und Fortbildungsmöglichkeiten eröffnet.


Die Gruppenarbeit in der Didaktik ist eine zeitlich befristete Zusammenarbeit einer Gruppe von Schülerinnen und Schülern (oft 3 bis 6) mit dem Zweck der kommunikativen und kooperativen Lösung von Aufgaben oder Problemen. Ein bekannter Begründer und Theoretiker dieses Ansatzes war Hugo Gaudig.

Siehe auch: Zusammenarbeit, Kooperatives Lernen, Gruppenunterricht

See also: Gruppenarbeit, Arbeitsvorgang, Didaktik, Fortbildung, Gruppenunterricht, Hugo Gaudig, Kooperatives Lernen, Produktivität, Projektarbeit, Unternehmen