Guadeloupe

Basisdaten
Hauptstadt Basse-Terre
Arrondissements 2
Kantone 43
Kommunen 34
Einwohner 440.189 (Juli 2003)
Fläche 1.780 km²
Bevölkerungsdichte 247 Einwohner pro km²
Präfekt Jacques Gillot
Zeitzone UTC - 4
Vorwahl +590
Internet-TLD .gp
Karte
330px|none|Position in der Karibik
none|Karte von Guadeloupe

Guadeloupe ist ein Überseedépartement und eine Region Frankreichs, bestehend aus einer Gruppe von neun Inseln der kleinen Antillen am Nordrand der Inseln über dem Winde in der Karibik.

Guadeloupe ist ein vollintegrierter Teil des französischen Staates und damit auch Teil der Europäischen Union. Der Euro ist somit wie im französischen Kernland auch das gesetzliche Zahlungsmittel.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Als Kolumbus bei seiner Rückreise 1493 die Insel entdeckte, bewohnten kriegerische Kariben die Insel. Er nannte sie „Guadalupe“, nach einem spanischen Wallfahrtsort. Den Mönchen dort versprach er eine Insel nach den Ort bzw. nach der Santa Maria de Guadalupe zu benennen. Seit 1635 gehört Guadeloupe mit kurzen Ausnahmen zu Frankreich. Während des Siebenjährigen Krieg und während der Französischen Revolution besetzte England die Inseln kurz. In den napoléonischen Kriegen eroberte England Guadelpoupe am 4. Februar 1810 erneut und trat es am 3. März 1813 an Schweden ab. Im Frieden von Paris gab Schweden es 1814 wieder an Frankreich zurück. Mit einem Dekret wurde am 27. April 1848 die Sklaverei abgeschafft. Seit 1871 sind die Inseln im französischen Parlament vertreten. Seit dem 19. März 1946 hat Guadeloupe den Status eines Überseedépartements und seit den 1980er Jahren mit den Dezentralisierungsgesetzen auch den Status einer Region.

Bevölkerung

Ethnische Gruppen

Diagramm, das die Verteilung der Ethnischen Gruppen in Guadeloupe zeigt

Rund 90 % der Guadeloupianer sind Schwarze oder Mulatten. Ungefähr 5 % der Bevölkerung sind Weiße. Inder, Libanesen und Chinesen machen zusammen weniger als 5 % aus.

Religion

Diagramm, das die Religionsangehörigkeit der Bevölkerung Guadeloupes zeigt

Etwa 95 % der Einwohner gehören der Katholischen Kirche an. 2 % der Bevölkerung sind Zeugen Jehovas. Die restlichen 3 % der Einwohner sind Hindus oder gehören Religionen afrikanischen Urspungs an, während 1 % der Bevölkerung protestantisch ist.

Altersstruktur

Diagramm, das die Altersverteilung der guadeloupianischen Bevölkerung zeigt

25,1 % der Einwohner Guadeloupes sind jünger als 15 Jahre während 8,7 % älter als 64 sind. Die Menschen im Alter zwischen 15 und 64 Jahren machen 66,2 % der Bevölkerung aus. 50,8 % der Bevölkerung sind Frauen.

Bevölkerungsstatistik

Statistik zur Bevölkerung. Alle Zahlen sind geschätzt (2002).

Politik

Wie alle anderen Departements ist auch Guadeloupe in der französischen Legislative durch Volks- bzw. Gemeindevertreter vertreten, so besitzt es in der Nationalversammlung vier und im Senat zwei Mandate.

Alle französischen Gesetze finden in Guadeloupe ihre Anwendung. Jedoch müssen nach Artikel 73 der Französischen Verfassung die lokalen Besonderheiten Berücksichtigung finden.

Die Inseln bilden zugleich ein Departement und seit den Dezentralisierungsgesetzen von 1980 auch zugleich eine eigene Region Frankreichs. Guadeloupe gliedert sich in drei Arrondissements, eins um Basse-Terre, die anderen zwei um die Unterpräfekturen Pointe-à-Pitre und Îles-du-Nord. Weiter ist das Gebiet in 43 Kantone und 34 Kommunen gegliedert.

Die Bürger wählen alle 6 Jahre den Conseil général (für das Departement) mit 42 Mitgliedern und den Conseil régional (für die Region) mit 41 Mitgliedern. Präfekt ist Jacques Gillot. Der Präsident des Regionalrats heißt Victorin Lurel (seit 1994) (siehe auch: Präsidenten des Regionalrates von Guadeloupe) und der Präsident des Generalrats ist Marcellin Lubeth (seit 1998).

Guadeloupe ist Teil der Europäischen Union.

Wahlergebnisse (1998 - 2004)

Politische Parteien und Gruppierungen

Geografie

Guadeloupe besteht aus den neun Inseln Basse-Terre, Grande-Terre, Marie-Galante, La Désirade, Îles des Saintes (bestehend aus 2 kleinen Inseln), Saint-Barthélemy, Îles de la Petite Terre und dem französischen Teil der Insel Saint-Martin.

Wirtschaft

Hauptzweige der Wirtschaft sind Ackerbau, Fremdenverkehr, Leichtindustrie und Dienstleistungen. Guadeloupe ist von französischen Importen und Förderungen abhängig. Der Fremdenverkehr ist ein Schlüsselzweig der Wirtschaft, die meisten Urlauber kommen aus den USA, eine steigende Anzahl an Kreuzfahrtschiffen besucht die Inseln. Traditionelle Anbauprodukte wie Rohrzucker werden langsam durch andere Produkte wie Bananen (die ungefähr 50 % des jährlichen Exportertrages ausmachen), Auberginen und Blumen ersetzt. Anderes Gemüse und Hackfrüchte werden für den lokalen Verbrauch angebaut, trotzdem ist Guadeloupe von importierten Nahrungsmitteln, hauptsächlich aus Frankreich abhängig. Die Leichtindustrie zeichnet sich durch die Zucker- und Rumproduktion aus. Die meisten fabriktechnisch gefertigten Waren sowie Treibstoff werden importiert. Die Arbeitslosigkeitsrate ist besonders unter jungen Guadeloupianern sehr hoch. Gelegentliche Hurrikans schaden der Wirtschaft. Die Währung ist der Euro.

Verkehr

Guadeloupe besitzt einen internationalen Flughafen, den Pole Caraibes bei Pointe-à-Pitre (IATA-Flughafencode: PTP) auf der Insel Grand-Terre.



See also: Guadeloupe, 1493, 1635, 1810, 1813, 1848