Günther Oettinger
thumb|Günther Oettinger Günther Hermann Oettinger (* 15. Oktober 1953 in Stuttgart) ist ein deutscher Politiker (CDU). Er ist seit dem 21. April 2005 Ministerpräsident von Baden-Württemberg.
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Leben
Beruflicher Werdegang
Günther H. Oettinger studierte nach dem Abitur in Tübingen Rechtswissenschaft und Volkswirtschaftslehre. Im Jahr 1982 legte er das Zweite Staatsexamen ab und wurde 1984 als Rechtsanwalt zugelassen. Er arbeitet seit 1984 in einer Wirtschaftsprüfer- und Anwaltskanzlei, deren Mitinhaber er inzwischen ist.
Politische Karriere
Von 1983 bis 1989 war er Landesvorsitzender der Jungen Union in Baden-Württemberg.
1984 wurde Oettinger im Wahlkreis Vaihingen/Enz in den Landtag von Baden-Württemberg gewählt, dem er seither ununterbrochen angehört. Nach der Wahl von Erwin Teufel zum Ministerpräsidenten des Landes wurde Oettinger im Jahr 1991 zum Fraktionsvorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion gewählt.
In den Neunzigern wurden ihm in der sogenannten Pizzeria-Affäre Kontakte zu einem Stuttgarter Pizzeria-Inhaber nachgesagt, gegen den unter anderem wegen Kontakten zur Mafia ermittelt wurde. Ein Untersuchungsausschuss kam 1994 zu dem Ergebnis, er habe sich nicht des Verrats von Dienstgeheimnissen schuldig gemacht.
Seit 2001 ist Oettinger Bezirksvorsitzender der CDU Nordwürttemberg. Außerdem leitet er den Bundesfachausschuss Medienpolitik der CDU. Er gehört dem Andenpakt, einer Seilschaft innerhalb der CDU, an.
In einem Interview mit dem Staatsanzeiger hat Oettinger im März 2004 nach 13 Jahren als „Kronprinz“ im Land seinen Anspruch auf das Amt des Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg angemeldet. Ministerpräsident Erwin Teufel kündigte nach langen Personaldiskussionen im Oktober 2004 an, zum 19. April 2005 seine Ämter als Landesvorsitzender der CDU und Ministerpräsident aufzugeben. Oettinger wurde dann durch eine Mitgliederbefragung, deren Ergebnis am 2. Dezember 2004 verkündet wurde, zum Spitzenkandidaten der CDU für die Landtagswahl 2006 und damit auch zum künftigen Ministerpräsidenten (ab 2005) gewählt. Seine Konkurrentin, die baden-württembergische Kultusministerin Annette Schavan, die von Erwin Teufel favorisiert wurde, hat bereits den Verzicht auf ihre Kandidatur bekannt gegeben. Als ausschlaggebend für die Entscheidung der Parteibasis gelten Oettingers Kompetenz in den zentralen Feldern Arbeits- und Wirtschaftspolitik und (vermutlich) seine - im Gegensatz zu Annette Schavan - baden-württembergische Herkunft.
Am 21. April 2005 wurde Oettinger als Nachfolger des zurückgetretenen Erwin Teufel vom baden-württembergischen Landtag zum Ministerpräsidenten gewählt. Seit 29. April 2005 ist er auch Landesvorsitzender der CDU Baden-Württemberg.
Privates und Sonstiges
Oettingers Markenzeichen ist sein schwäbischer Dialekt und seine allzu flotte Zunge, die es vielen Zuhörern schwer macht, ihm zu folgen. In seiner Zeit als Vorsitzender der Jungen Union bezeichnete er einmal die Frauen-Union als „Krampfaderngeschwader“, eine Bemerkung, die seine Karriere damals in erhebliche Gefahr brachte. Oettinger ist Alter Herr der pflichtschlagenden Landsmannschaft Ulmia (Tübingen).
Familie
Nach langer Zeit als Junggeselle ist Oettinger nunmehr seit 1994 mit Inken Stange verheiratet und hat einen Sohn Alexander ( *1999).
Weblinks
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Oettinger, Günther Hermann |
| ALTERNATIVNAMEN | |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg |
| GEBURTSDATUM | 15. Oktober 1953 |
| GEBURTSORT | Stuttgart |
| STERBEDATUM | |
| STERBEORT | |
