Hallimasche
| Hallimasche | ||||||||||
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| Bild nicht gefunden Gemeiner Hallimasch (Armillaria mellea)
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| Systematik | ||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||
| Ganoderma applanatum | ||||||||||
| (Fr.) Staude 1857 | ||||||||||
| Arten (Auswahl) | ||||||||||
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Die Hallimasche (Armillaria) existieren in Mitteleuropa in mehreren, schwer unterscheidbaren Arten, man spricht hier auch von einem Hallimasch-Komplex. Allen Arten gemeinsam ist der deutlich erkennbare Ring (lat. Armilla = Armband) am Stiel, der aber im Verlaufe der Alterung durch Witterungseinflüsse und Schneckenfraß verloren gehen kann.
Zur Herkunft des deutschen Namens "Hallimasch" gibt es verschiedene widersprüchliche Angaben: Einmal soll es von "Heil im Arsch" kommen wegen seiner angeblich kurativen Wirkung bei Hämorrhoiden. Eine andere etymologische Deutung leitet es von "Höll' im Arsch" ab, da die Hallimasche im rohen oder ungenügend gekochten Zustand eine stark abführende Wirkung besitzen sollen.
In jedem Fall sind die Pilze in rohem Zustand giftig. Auch können gelegentlich, trotz korrekter Zubereitung, Unverträglichkeitsreaktionen auftreten. Wegen seines Vitamin A-Gehaltes - das ist bei Pilzen recht ungewöhnlich - zählt der Hallimasch (A. mellea und A. ostoyae) in der Traditionellen Chinesischen Medizin zu den Heilpilzen mit Wirkung gegen Nachtblindheit.
Eine weitere Besonderheit der Hallimasche sind ihre Fähigkeit zur Bioluminiszenz, d. h. das Pilzmyzel kann - in völliger Dunkelheit mit bloßem Auge sichtbar - durch chemische Prozesse ein kaltes Leuchten erzeugen.
Von den meisten anderen Pilzarten unterscheiden sich die Hallimasche auch durch die Bildung von Rhizomorphen. Das sind wurzelähnlich sklerotisierte Pilzhyphen, die leicht unter der Rinde befallener Bäume entdeckte werden können. Mit Hilfe dieser Hyphen, die jährlich bis zu drei Meter auch im Boden wachsen können, breiten sich die Hallimasche stark aus und greifen selbst gesunde Bäume in ihrer Reichweite an. Die Hallimasche zählen zu den gefährlichsten Forstschädlingen, da sie auch in der Wahl ihrer Wirte nicht wählerisch sind. Sie können die allermeisten Gehölze (Laub- und Nadelholz) besiedeln. Dennoch werden geschädigte bzw. abgestorbene Bäume bevorzugt. Der forstwirtschafliche Nachteil wandelt sich bei umfassenderer Sichtweise in einen ökologischen Vorteil: durch das Absterben der Bäume entstehen neue Lebensräume für Pflanzen, Pilze und Tiere. Interessant ist, dass eine kleine, zarte Knabenkrautart diese aggressiven Pilze in einer Symbiose zu bändigen vermag.
Das im Jahr 2000 entdeckte Myzel einer Hallimaschart (A. ostoyae) im Malheur National Forest (U.S.A.) ist mit einer Ausdehnung von über 880 Hektar und einem Alter von mindestens 2400 Jahren das größte bekannte Lebewesen der Erde.
Der größte Hallimasch (auch A. ostoyae) Europas wurde 2004 in der Schweiz bei Ofenpass entdeckt. Er ist im Durchmesser 500 - 800 m groß, bedeckt eine Fläche von 35 ha. Er ist etwa 1000 Jahre alt und hat eine Masse von ca. 600 Tonnen.
Beschreibung
- Der Hut ist bräunlich bis honiggelb, mit dunklen, büscheligen und haarigen Schüppchen und bleibt während des Wachstums lange eingerollt. Gerne halten sich in diesem geschützten Hohlraum Pilzkäfer auf.
- Die Lamellen sind weiß bis rötlichgelb.
- Der bis zu fünfzehn Zentimeter lange, gelblichbraune Stiel ist wegen büscheligen Hervortretens oft gekrümmt.
- Vorkommen: Die Hallimasch-Arten sind in gemäßigten bis tropischen Zonen weltweit verbreitet.
Weblinks
- http://www.fs.fed.us/pnw/news/fungus.htm - Infos zu dem Fund des "Riesen"-Hallimaschs in Oregon (engl.)
- http://www.nzz.ch/2004/09/24/vm/page-newzzDZI2ESV6-12.html - Die Meldung der NZZ zum europäischen "Riesen"-Hallimasch
- Die Hallimasch-Arten - Biologie und vorbeugende Massnahmen
