Hamburger Kunsthalle

thumb|300px|Hamburger Kunsthalle, Kuppelanbau Die Hamburger Kunsthalle ist eine bedeutende Kunstsammlung in Hamburg. Sie ist in zwei miteinander verbundenen Gebäuden zwischen dem Hauptbahnhof und der Alster auf der ehemaligen Bastion Vincent der Hamburger Wallanlagen untergebracht.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Hamburger Bürger, Mitglieder des 1817 gegründeten Kunstvereins, postulierten 1846 die Anforderungen für ein Kunstmuseum in Hamburg. Die Stadt überliess ein Grundstück, auf dem von den Architekten Georg Theodor Schirrmacher und Hermann von der Hude 1863 bis 1869 die Kunsthalle als einen Backsteinbau, der 1912 - 1921 um einen Muschelkalkstein Anbau durch Fritz Schumacher mit der heute für den Bau charakteristischen Kuppel erweitert wurde.

1995 wurde das Haus um die Galerie der Gegenwart, einem nach Pänen von Oswald Mathias Unger in hellem Sandstein errichteten Quader, erweitert.

In den ersten Jahren war die Sammlung geprägt von Schenkungen im Geschmack der Zeit.

Alfred Lichtwark

Erst durch seinen ersten Direktor, Alfred Lichtwark (*14. November 1852 - 13. November 1914), der 1886 seine Tätigkeit aufnahme, entstand eine systematisch aufgebaute Sammlung. „Wir wollen nicht ein Museum, das dasteht und wartet, sondern ein Institut, das thätig in die künstlerische Erziehung unserer Bevölkerung eingreift.“

Es entstand eine Sammlung mittelalterlicher Kunst in Hamburg mit Werken der Meister Bertram und Francke.

Der Schwerpunkt der Erwerbungen lag bei der zeitgenössischen Kunst des 19. Jahrhunderts. Hierzu zählen Werke von Max Liebermann, mit dem Lichtwark befreundet war, Lovis Corinth, Anders Zorn, Edouard Vuillard, Pierre Bonnard und anderen, die Ansichten der Stadt malten. Er machte das Werk von Philipp Otto Runge und vor allem von Caspar David Friedrich einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Mit Adolf Menzel und Wilhelm Leibl wurden weitere Werke zeitgenössischer Maler gezielt erworben.

Aus mehreren Vermächtnissen entstand eine Sammlung niederländischer Maler und das Kupferstichkabinett. Die Begeisterung für die französischen Impressionisten wird dem Einfluß von Max Liebermann zugeschrieben.

In seine Amtszeit fällt auch der Erwerb von 2499 Münzen und Medaillen, die teilweise im Münzkabinett ausgestellt sind.

Gustav Pauli

Unter Lichtwarks Nachfolger Gustav Pauli, der 1914 von der Bremer Kunsthalle kam, wurde der Bestand des Kupferstichkabinetts wissenschaftlich aufgearbeitet. Die Sammlung wurde um die Künstler des Expressionismus, wie Oskar Kokoschka und Franz Marc erweitert. Vierundsiebzig Kunstwerke wurde 1937 als entartete Kunst von den Nationalsozialisten beschlagnahmt.

nach 1945

Nachfolger Paulis waren Carl Georg Heise (1946-1956), Alfred Hentzen (1956-1969), Werner Hofmann (1969-1990) und seit 1990 Uwe M. Schneede.

Ausstellungen

In der neueren Zeit wurden zahlreiche Ausstellungen, mit denen auch Ergänzungen der hamburger Bestände gezeigt werden, regelmäßig durchgeführt. Weitere Künstlerräume für zeitgenössische Künstler wurden geschaffen.

Mit Übernahme der Fläche des Theaters in der Kunsthalle (tik) wurde eine weitere Aussstellungsfläche geschaffen, die als Hubertus-Wald-Forum genutzt wird.

thumb|300px|Galerie der Gegenwart

Galerie der Gegenwart

1995 wurde der Erweiterungsbau direkt am Beginn der Lombardsbrücke nach Entwürfen von Oswald Mathias Unger fertiggestellt. Hier wird die Kunst der Moderne und werke der Pop Art in wechselnden Ausstellungen gezeigt. 1961 bis 1963 war hier der Komplex von Kunsthaus und Kunstverein entstanden, der mittlerweile abgerissen ist.

Weblinks

Modèle:Vorlage:Navigationsleiste Museen in Hamburg Hamburg Kunsthalle

See also: Hamburger Kunsthalle, 13. November, 14. November, 1846, 1852, 1886, 19. Jahrhundert, 1914, Adolf Menzel, Alfred Lichtwark