Hamme

Dieser Artikel beschreibt den niedersächsichen Fluss Hamme. Die belgische Stadt gleichen Namens siehe unter Hamme (Belgien)


Die Hamme ist ein Nebenfluss der Weser im nördlichen Niedersachsen. Sie ist im Nordosten bei Bremervörde durch den Hamme-Oste-Kanal mit der Oste verbunden, entwässert das Teufelsmoor zwischen Worpswede und der Kreisstadt Osterholz-Scharmbeck und fließt bei Ritterhude mit der Wümme zusammen als Lesum weiter zur Weser.

388px|thumb|Lauf des Giehler Bachs und der Hamme von der Langen Heide ins Teufelsmoor bis zur Mündung in die Lesum.

Flusslauf

Der Oberlauf der Hamme wird Giehler Bach genannt. Der Giehler Bach entspringt in der Langen Heide nördlich von Osterholz-Scharmbeck, einem Geestplateau auf einer Höhe von etwa 45 m ü. NN, das das Quellgebiet zahlreicher Geestrandbäche (z.B auch der Drepte) ist. Vom Geestrücken, einer Endmoräne der Saale-Eiszeit, fließt der Giehler Bach nach Nordosten und senkt sich auf wenigen Kilometern zwischen den Ortschaften Hülseberg und Freißenbüttel auf ein Niveau von etwa 15 m ü. NN. Bei Ohlenstedt fließt dem Giehler Bach das Wasser aus den Ohlenstedter Quellseen zu und der Fluss durchquert mit geringem Gefälle die Samtgemeinde Hambergen bis ins Springmoor bei Giehlermühlen (Vollersode) (5 m ü. NN). Von dort senkt der Fluss sich nur noch minimal bis ins Teufelsmoor und wird dort schließlich im Giehler Moor bei Viehspecken (4 m ü. NN) zur Hamme. Hier befindet sich auch der Zufluss des Hamme-Oste-Kanals (Kollbeck). Mit äußerst geringer Strömung fließt die Hamme nun nach Süden durch das nach ihr benannt Urstromtal. Zwischen den ehemaligen Moorkolonien Bornreihe und Hüttenbusch hindurch geht es weiter Richtung Worpswede, wo die beiden rechten Zuflüsse Rummeldeisbeek, Schmoo und Umbeck zufließen. Wenige Kilometer flussaufwärts strömt von links die Beek zu, die den größten Teil des Moorgebiete westlich der Hamme entwässert. Kurz vor der Münung der Beek in die Hamme liegt das malerischen Naturschutzgebiet Breites Wasser, das das größte erhaltene Stillgewässer der gesamten Niederungsregion ist. Von hier fließt die Hamme in südwestlicher Richtung an Osterholz-Scharmbeck vorbei Richtung Ritterhude. Schon im 19. Jarhundert ist dieser Teil der Hamme massiv begradigt worden und die zahlreichen Mäander wurden an insgsamt sieben Stellen durchstochen, so dass der Flusslauf auf dieser Strecke von 9km auf 4,3km verkürzt wurde. Hinter der im Jahre 1876 gebauten Schleuse in Ritterhude, durch die die Hamme gezeitenfrei gehalten wird, trifft die Hamme unweit der Stadtgrenze von Bremen auf den Tidenfluss Wümme und bildet mit ihr, bereits nahe der Weser, die von Brackwasser beeinflusste Lesum. Der gesamte Flusslauf besitzt damit eine Länge von 48 km und einen Höhenunterschied von ca. 45 m.

See also: Hamme, 1876, Brackwasser, Bremen, Bremervörde, Drepte, Endmoräne, Geest, Kreisstadt, Lesum