Hampi
thumb|right|Hampi: Blick über den Fluss. Die riesigen Granitfelsen prägen die Landschaft um die uralte Geisterstadt thumb|right|Hampi: Ruine in einer Bananenplantage.
Hampi gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Es liegt mitten in Indien im Staat Karnataka und war vor ungefähr 800 Jahren die Hauptstadt des hinduistischen Königreich Vijayanagar und angeblich von ca. 1 Millionen Menschen bewohnt. Durch einen Einfall muslimischer Soldaten wurde die Stadt nach mehreren Kriegen dem Erdboden gleich gemacht. Die Bewohner flüchteten, und der Legende nach soll ein portugiesischer Reisender an seinen König berichtet haben, "hier leben nur noch Tiger".
Heute sind der Haupttempel und die zuführende Hampi-Bazaar-Straße wieder von Einheimischen und Händlern aus anderen Bundesstaaten belebt. In einem Gebiet von 30 km² sind überall kleine Tempel und hinduistische Statuen verstreut. Die Kulturdenkmäler sind in eine außergewöhnliche Felsenlandschaft eingebettet, die von fruchtbaren Bananenplantagen und Reisfeldern durchschnitten ist. Die Region lebt vom Fluss (Viannagara oder Tunghabhadra), der die paradiesisch anmutende Landschaft im natürlichen Flusslauf begrünt. Ein Prestige-Projekt der indischen Regierung ist der Tunghabhadra-Staudamm, durch den die gesamte Umgebung mit Strom versorgt wird. Man fährt dort Touristen hin, aber Fotografieren ist verboten.
An einigen Stellen kann mit kleinen runden Booten über den Fluss gesetzt werden, die in dieser Form in dieser Gegend Indiens üblich sind.
In und um Hampi leben zahlreiche makakenähnliche Affen, die über keinerlei Menschenscheu verfügen. Berichte über von Affen gestohlene Fotoapparate scheinen glaubwürdig.
Wegen seiner Nähe zum Wasser ist Hampi von Moskitos geplagt, das Malaria-Risiko ist im Vergleich zum Rest Indiens sehr hoch. Prophylaxe ist daher dringend zu empfehlen.
