Handley-Page Halifax
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Die H.P.57 entstand aus dem Umbau des H.P.56 mit zwei Vulture Motoren (gebaut nach Spezifikation P.13/36) nachdem sich gezeigt hatte, dass die Vulture nicht zu befriedigen vermochten. Der H.P. 57 war eine stark vergrößerte Konstruktion, die auf vier Rolls Royce Merlin Motoren basierte. Der erste von zwei Prototypen (L 2744) flog am 24. September 1939. Zu dieser Zeit war bereits eine erste Bestellung eingegangen. Die Auslieferung der Halifax Mk I begann im November 1940 an Squadron 35. Der Bomber erlebte seine Feuertaufe in der Nacht vom 11./12. März 1941 bei einem Angriff auf Le Havre. Die ersten Mk I wurden als Serie I bekannt. Es folgten die Serie II mit größerem Gesamtgewicht und die Serie III mit vergrößerter Kraftstoffzuladung. Die Mk II Serie I wiesen erste bedeutende Modifikationen auf, indem ein Zwillings-Rumpfrückenturm sowie stärkere Merlin XX Motoren verwendet wurden. Die Mk II Serie I (Special) wies eine Verkleidung der Nase anstelle des Waffenstandes auf, auch hatten sie keine Auspuff -sammelrohre an den Motorgondeln. Bei der Serie IA wurde erstmals die später immer verwendete widerstandsarme Perspex-Rumpfnase verwendet; der Rumpfturm hatte vier MG und der Antrieb erfolgte durch Merlin 22 Motoren. Varianten der Mk III Serie I (Spe-cial) und der Serie IA mit Fahrgestell von Dowty, anstelle des üblichen von Messier, wurden mit Mk V Serie I (Special) und Serie IA bezeichnet. Es wurden 1966 Mk II sowie 915 Mk V hergestellt. Die Mk II Serie IA brachten eine weitere wichtige Modifikation. Sie hatten größere, rechteckige Seitenleitwerke, um die bei der früheren Konstruktion aufgetretenen schwerwiegenden Stabilitätsprobleme zu lösen. Perspexnase und rechteckige Seitenleitwerke waren für alle folgenden Halifax charakteristisch. Ihr einziger Nachteil blieb die zu geringe Antriebsleistung. Deshalb verließ man bei dem 1943 erschienenen Mk III den Merlin Motor und baute Bristol Hercules Sternmotoren ein. Mit 2091 Stück wurde der Mk III die meistgebaute Halifax-Variante. Mk IV blieb ein unvollendetes Projekt. Die nächsten Modelle waren der Mk VI mit 1675 PS Hercules 100 und der Mk VII, welcher wieder über die Hercules des Mk III verfügte. Dies waren die letzten Bomberversionen; sie wurden in relativ bescheidenen Stückzahlen gebaut. Das Ende der Halifax Typen bildeten die Mk VIII und IX Truppentransporter, deren letztes Flugzeug im November 1946 abgeliefert wurde. 6176 Halifax wurden von Handley Page in Zusammenarbeit mit verschiedenen Firmen hergestellt, darunter English Electronic, Fairey, Rootes Motors und die London Aircraft Production Group. Das Bomber-Kommando verwendete Halifax bis zum Kriegsende. Der letzte Einsatz erfolgte am 25. April 1945. Zu seinen Aufgaben gehörten viele Spezialmissionen, darunter das Absetzen von Agenten und das Stören von Radarstationen. Auch im Mittleren Osten wurden Halifax verwendet. Nach dem Kriege blieben sie noch längere Zeit beim Küsten- und Transportkommando im Einsatz. Der letzte Flug absolvierte ein GR Mk VI des Küstenkommandos im März 1952.
