Bergrutsch

Ein Bergrutsch ist das Abgleiten der Deckschicht eines Berges durch Überschreitung des Maximalböschungswinkels. Auslöser dafür kann ein durchnässter Untergrund infolge von Verwitterung, Erosion oder menschlichen Eingriffen sein. Sind kleine Flächen betroffen, nennt man dies Hangrutsch oder Hangrutschung.

Ursache hierfür ist in niedrigen Lagen zumeist die Abholzung des bestehenden Waldes. Dadurch kommt es zur Verrotung der Wurzeln, die jetzt nicht mehr den Boden stabilisieren können. In höheren Lagen ist den letzten Jahren als weitere Ursache die Klimaerwärmung hinzugekommen, welche den stabilisierenden Permafrostboden auftaut.

Bekannte Bergrutsche

Am 12. April 1983 brachen am „Hirschkopf“ am Albtrauf bei Mössingen auf einer Fläche von rund 50 Hektar 5 bis 6 Millionen Kubikmeter Gestein ab und rutschten samt Wald und Waldweg in die Tiefe, ein Vorgang, der schon seit Jahrtausenden den Trauf der Schwäbischen Alb, der einstmals bis in die Nähe von Stuttgart reichte, immer weiter zurückweichen lässt.

Siehe auch: Bergsturz

Weblinks

See also: Bergrutsch, 12. April, 1983, Berg, Bergsturz, Klimaerwärmung, Mössingen, Permafrostboden, Stuttgart