Hans Albers
Hans Albers wurde als Sohn des Schlachtermeisters Philipp Albers und dessen Frau Johanna in der Langen Reihe im Hamburger Stadtteil St. Georg geboren. Er begann zuerst eine Kaufmannslehre, brach diese aber bald wieder ab und versuchte sich am Theater, anfangs aber mit mäßigem Erfolg. Er nahm ohne Wissen seiner Eltern privaten Schauspielunterricht.
Als Soldat im Ersten Weltkrieg wurde Hans Albers an die Westfront eingezogen (1915).
Nach dem Ersten Weltkrieg spielte Albers an verschiedenen Berliner Theatern und an der Komischen Oper vor allem komische Rollen. Sein erster großer Erfolg war die Rolle eines Kellners im Stück Die Verbrecher.
Nach über hundert Stummfilmrollen spielte er 1929 im ersten deutschen Tonfilm Die Nacht gehört uns mit, und kurz darauf an der Seite von Marlene Dietrich in Der blaue Engel. 1930 drehte er unter der Regie des späteren Präsidenten der Reichsfilmkammer, Carl Froelich, die Komödie Hans Dampf in allen Gassen.
Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten zog er sich mit seiner Lebensgefährtin, der jüdischen Schauspielerin Hansi Burg, ab 1933,an den Starnberger See zurück. Er drehte weiterhin erfolgreich Filme, wenngleich er bis 1945 nicht mehr ans Theater ging, um sich den Nazis zu entziehen. Die nationalsozialistischen Machthaber drängten ihn zur Trennung von seiner Lebensgefährtin, sie emigrierte über die Schweiz nach London und kehrte erst nach dem Kriegsende wieder nach Garatshausen an den Starnberger See zurück.
1943 brachte der Film Münchhausen wiederum einen großen Publikumserfolg wie auch eine hohe Gage. Obwohl Hans Albers bemüht war, sich nicht an der Seite hoher Nazi-Funktionäre zu zeigen, ließ sich der Schauspieler für seine Film- Engagements stets gut bezahlen.
Ebenfalls 1943 drehte er gemeinsam mit Ilse Werner den Film Große Freiheit Nr. 7: die Dreharbeiten mussten wegen der Bombenangriffe auf Berlin in Prag fortgesetzt werden.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wirkte er in einigen erfolgreichen Filmen mit (u. a. mit Heinz Rühmann), und auch seine Lieder hatten großen Erfolg, Lieder, in denen er sich 1932 als Haudegen (Flieger, grüß´ mir die Sonne), als Seemann (Der Wind und das Meer) oder als Kavalier (Komm auf die Schaukel, Luise) darstellte. Er lebte seit 1933 in Garatshausen bei Tutzing am Starnberger See, in einer Villa mit einem 27.000 qm großen Grundstück.
Trotz seiner Filmpräsenz konnte er an die Publikumserfolge der Vorkriegs- und Kriegszeit nicht mehr anknüpfen. Eines seiner Probleme in den 1950er Jahren war sein seine zunehmende Alkoholabhängigkeit. Er sagte selbst über sich: "Was ich man so im Leben getrunken habe, da könnt ein Panzerkreuzer drauf schwimmen!"
Am 24. Juli 1960 starb er im Sanatorium Kempfenhausen am Starnberger See infolge schwerer innerer Blutungen.
Schallplattenaufnahmen
(Auswahl)
- 1932 - Hoppla, jetzt komm´ ich
- 1932 - Flieger, grüß´ mir die Sonne
- 1936 - Auf der Reeperbahn nachts um halb eins
- 1938 - Good-bye Johnny
- 1945 - Der Wind und das Meer
- 1945 - La Paloma
- 1952 - Nimm mich mit, Kapitän, auf die Reise
Fast alle von Albers eingespielten Schlager entstammen den Soundtracks seiner Filme; insbesondere die Musik zu Große Freiheit Nr.7 (1943/44), Wasser für Canitoga (1939) und F.P.1 antwortet nicht (1932) verhalf ihm zu einiger Popularität als Sänger. Albers' größter musikalischer Erfolg, der bis heute untrennbar mit seinem Namen verbunden ist, war seine für Große Freiheit Nr.7 aufgenommene, mit einem deutschsprachigen Text von Helmut Käutner versehene Version des alten südamerikanischen Liedes La Paloma.
Weblinks
- Biografie auf dhm.de
- Hans-Albers-Freundeskreis Hamburg e. V.
- www.der-blonde-hans.de
- http://www.albers-hans.de
- Hans Albers in der Internet Movie Database
- Ausführliche Biographie bei www.deutscher-tonfilm.de
- Biographie und Abbildungen von Schallplatten-Covern
Albers, Hans Albers, Hans Albers, Hans Albers, Hans Albers, Hans Albers, Hans Albers, Hans Albers, Hans
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Albers, Hans |
| ALTERNATIVNAMEN | Hans Philipp August Albers |
| KURZBESCHREIBUNG | Schauspieler |
| GEBURTSDATUM | 22. September 1891 |
| GEBURTSORT | Hamburg |
| STERBEDATUM | 24. Juli 1960 |
| STERBEORT | Kempfenhausen bei Starnberg |
