Harald Lesch
Harald Lesch (* 28. Juli 1960 in Gießen) ist ein deutscher Physiker und Moderator.
Lesch ist seit 1995 Professor für theoretische Astrophysik am Institut für Astronomie und Astrophysik an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Zudem unterrichtet er Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie, ist seit 1998 (Allein-)Moderator der Fernsehsendung "Alpha Centauri" des Senders BR-alpha (einer Tochtergesellschaft des Bayerischen Rundfunks), sowie Buchautor. Bekannt ist er außerdem durch seine Sendung „Lesch & Co.“, in der er sich mit Philosophieprofessoren über philosophische Themen unterhält oder durch die Sendung „Alpha bis Omega“, in der er mit einem Theologen über physikalische und theologische Modelle diskutiert. Bezeichnend für seine Fernsehauftritte ist, dass er jeweils allein einen Vortrag hält, bzw. sich mit maximal einem Gesprächspartner unterhält. Dies hebt seine öffentliche Rolle als Moderator von dem Konzept üblicher Talkshows ab.
Lesch bringt auf diese Art komplexe physikalische Sachverhalte in verständlicher und amüsanter Weise dem Massenpublikum nahe. (Beispiele sind u.a. bei den Weblinks zum Artikel Unschärferelation zu finden). 2005 wurde ihm für seine Fernsehauftritte und Publikationen der Communicator-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft und des Stifterverbandes für die deutsche Wissenschaft verliehen.
Bekannte Vorbilder von Wissenschaftlern, die ihr Spezialistenwissen der Öffentlichkeit vermitteln konnten, sind unter anderen:
- Heinz Haber, der neben seiner Tätigkeit als "TV-Professor" in den 1960er und 1970er Jahren über 30 Bücher veröffentlichte, davon etliche Bestseller, und Herausgeber der Wissenschaftszeitschrift Bild der Wissenschaft war.
- Hoimar von Ditfurth, der als einer der ersten deutschen Autoren, der mit seinem Buch "Im Anfang war der Wasserstoff" die Grundlage für ein breites Verständnis der Kosmologie im deutschen Sprachraum legte.
- Isaac Asimov, der zwar als Science Fiction-Autor bekannt wurde, aber als Professor der Biochemie auch zahlreiche populärwissenschaftliche, aber stets fundierte Sachbücher verfasst hat.
- Richard Feynman, der für seine verständlichen, aber immer präzisen Darstellungen komplexer physikalischer Sachverhalte berühmt war.
- Galileo Galilei, der als einer der ersten nicht mehr in der damaligen Sprache der Wissenschaft (Latein), sondern in der Sprache des Volkes publizierte.
Bücher von Harald Lesch
- Kosmologie für Fußgänger, Goldmann 2001 ISBN 3442151546
- Physik für die Westentasche, Piper 2003 ISBN 3492045421
- Big Bang, zweiter Akt, Bertelsmann 2003 ISBN 3570007766
Weblinks
- Webpräsenz von Harald Lesch
- BR-alpha/Space Night: Archiv aller "Alpha Centauri"-Sendungen im RealPlayer Stream-Format
(Neue Folgen werden 1-2 Monate nach Erstausstrahlung eingespeist) - Der Sterndeuter. Wie der Münchner Astronomieprofessor Harald Lesch zum Showstar wurde (Die Zeit 52/2001)
- Pressemitteilung zur Verleihung des Communicator-Preises 2005 an H. Lesch
Lesch, Harald
Lesch, Harald
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Lesch, Harald |
| ALTERNATIVNAMEN | |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Physiker und Moderator |
| GEBURTSDATUM | 28. Juli 1960 |
| GEBURTSORT | Gießen |
| STERBEDATUM | |
| STERBEORT | |
