Hassliebe

Als Hassliebe bezeichnet man eine zwiespältige Einstellung gegenüber einer Person, einer Sache oder einer Tätigkeit, die gleichzeitig mit Gefühlen der Zuneigung (Liebe) und Abneigung (Hass) verbunden ist. Die Nähe zum Objekt der Hassliebe wird gesucht, obwohl gleichzeitig auch der Wunsch besteht, eine Distanz zu schaffen. Gründe hierfür sind beispielsweise die Gewöhnung an das Objekt oder die Hoffnung auf eine Besserung der zur negativen Bewertung führenden Umstände.

In der Psychologie prägte Eugen Bleuler dafür den Begriff der Ambivalenz, für ihn ein Hauptsympton der Schizophrenie.

Verwendung, Zitate

„Ein Genie der Haßliebe war er – und niemanden haßte und liebte er mehr als die Deutschen und die Juden.“
Marcel Reich-Ranicki über Heinrich Heine


siehe auch: Zwei Seiten einer Medaille

See also: Hassliebe, Ambivalenz (Psychologie), Eugen Bleuler, Hass, Heinrich Heine, Liebe, Marcel Reich-Ranicki, Schizophrenie, Zwei Seiten einer Medaille