Hausbock

Hausbock
Systematik
Stamm: Gliederfüßer (Arthropoda)
Unterstamm: Tracheentiere (Tracheata)
Überklasse: Sechsfüßer (Hexapoda)
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Käfer (Coleoptera)
Familie: Bockkäfer (Mycteridae)
Familie: Hausbock (Hylotrupes bajulus)

Der Hausbock (Hylotrupes bajulus) ist ein Vertreter der Bockkäfer (Cerambycidae). Besondere Relevanz kommt diesem Käfer auf Grund seiner Larven zu, die als die gefährlichsten Holzschädlinge für Nutzhölzer bekannt sind.

Der ausgewachsene Käfer erreicht eine Körperlänge von 10 bis 21 Millimetern und ist vom Mai bis August vor allem in Häusern und in der Nähe derselben zu finden. Er ist schwarz mit einer undeutlichen grauen Rückenzeichnung, die Fühler sind für einen Bockkäfer relativ kurz.

Der Hausbock wird oft fälschlicherweise als Holzbock tituliert, dabei handelt es sich jedoch um eine Zecke.

Die Larven des Hausbocks

Die Larven des Hausbocks befallen verbautes, also kein frisches Holz (Totholzschädling). Seine Gefährlichkeit drückt sich in der in verschiedenen Landesbauordnungen vorhandene Meldepflicht aus. Die Larven sind dafür bekannt, dass sie verbautes Nadelholz in relativ kurzer Zeit vollständig zerstören. Laubholz und Kernholz wird nicht befallen.

Aus dem in Holzspalten und Rissen abgelegten Ei schlüpft die Larve und frisst sich durch das Holz. Nach mehreren Wachstumszyklen verpuppt sich die ausgewachsene Larve dicht unter der Holzoberfläche. Nach seiner Wandlung (Metamorphose) schlüpft ein geschlechtsreifer Käfer aus, der einen Kopulationspartner sucht (Zeitraum Mai bis August). Nach erfolgter Befruchtung legt das Hausbockkäferweibchen seine Eier in Ritzen, Spalten und Gänge des Holzes. Hier setzt sich dann der Zyklus weiter fort. Das problematische dabei ist die sehr kurze Lebenserwartung des Käfers, sodass ein Objekt von mehreren Generationen geschädigt werden kann. Die Länge der Entwicklungszeit der Larve ist stark von verschiedenen Faktoren (beispielsweise Eiweißgehalt, Feuchte, Temperatur, Art des Holzes) abhängig und dauert 4 - 18 Jahre.

Im Gegensatz zum Holzwurm (anobium punctatum), erkennt man eine Aktivität nicht an herausquellendem Holzmehl. Der Hausbock verstopft seine Gänge mit dem Fraßmehl und betritt diese nicht mehr wieder. Der Befall bleibt daher sehr lange Zeit unentdeckt, da außer ovalen Ausflugslöchern von ~4 - 7 mm meist nichts zu sehen ist. Erst nach Aufritzen einer verbleibenden papierdünnen Holzhaut fällt der Befall auf. Ein aktiver Befall läßt sich mitunter durch deutlich hörbare Fraßgeräusche feststellen, ein sicherer Aktivitätsnachweis ist jedoch schwierig. Die Hausbocklarve benötigt eine Mindestfeuchtigkeit von mehr als 12 % — deshalb tritt sie kaum in zentralbeheizten Räumen auf. Der Befall konzentriert sich im wesentlichen auf Dachstühle und Holzhäuser. Ab einem Holzalter von ~ 60 Jahren ist ein Neubefall beziehungsweise Wiederbefall sehr selten, aber nicht ausgeschlossen.

Weblinks

See also: Hausbock, Bockkäfer, Familie (Biologie)