Haushaltsüberschuss

Ein Haushaltsüberschuss liegt dann vor, wenn die Einnahmen in einem Haushaltsjahr die Ausgaben überschreiten. Der Staat erwirtschaftet einen Gewinn. Da der Staat nicht mit Gewinnerzielungsabsicht handelt, wird ein eventueller Haushaltsüberschuss meist als Rücklage für zukünftige Ausgaben verwendet. In Zeiten einer starken Konjunktur, welche zu "überhitzen" droht, kann es angebracht sein, Haushaltsüberschüsse zu erwirtschaften, um die Konjunktur zu bremsen. Da auf einen Boom im Rahmen der zyklischen Konjunktur meist eine Rezession folgt, hat der Staat so auch die Möglichkeit, Rücklagen für die in einer Rezession allfälligen Haushaltsdefizite zu bilden.

In der Praxis ist ein Haushaltsüberschuss in der Bundesrepublik Deutschland seit den 1950er Jahren nicht mehr vorgekommen. Ein ausgeglichener Haushalt und später ein Haushaltsdefizit waren die Regel.

Das Gegenteil eines Haushaltsüberschusses ist ein Haushaltsdefizit.

siehe dazu auch: Staatsverschuldung, Juliusturm

Bitte beachten Sie auch den Hinweis zu Rechtsthemen!

</small>

</div>

See also: Haushaltsüberschuss, 1950er, Ausgabe, Boom, Deutschland, Einnahme, Haushaltsdefizit, Haushaltsjahr, Juliusturm