Hebräisches Alphabet

Das hebräische Alphabet ist das Alphabet der hebräischen Schriftsprache. Daneben wurden und werden teilweise auch andere hauptsächlich von Juden gesprochenen Sprachen oder Sprachformen damit geschrieben, zum Beispiel Jiddisch und Ladino

Buchstabe / Transkription - Name - Zahlwert

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Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das hebräische Alphabet entwickelte sich aus der phönizisch-kanaanäischen Konsonantenschrift, die später auch von den Aramäern übernommen wurde. Die Buchstabenformen entstanden aus Bildsymbolen, mit denen später der Anfangslaut des jeweiligen Symbols assoziiert wurde (Beispiel:ב ein um 90° gedrehtes Haussymbol - hebräisch בית ['bajit] oder [bet] „Haus“).

Die hebräische Sprache wurde ursprünglich mit der aus der phönizischen Schrift abgeleiteten althebräischen Schrift geschrieben. Älteste Belege sind drei beschriftete Pfeilspitzen aus dem 12. Jahrhundert v. Chr.), die von den Rabbinern im 2. Jahrhundert als für heilige Texte unbrauchbar erklärt wurde. An ihrer Stelle legten die Rabbiner die bis heute übliche, nach dem babylonischen Exil aus dem jüdisch-aramäischen Duktus entwickelte hebräische Buchschrift oder Quadratschrift als einzig kanonisch geltend fest. Nur die Samaritaner benutzen teilweise bis heute die ältere Schriftform.

Daneben existiert noch eine halbkursive Kanzleischrift und eine reine Kursivschrift.

Form

Das hebräische Alphabet ist eine reine Konsonantenschrift, die von rechts nach links geschrieben und gelesen wird. Im 2. Jahrhundert v. Chr. wurden alte Zahlzeichen von den Buchstaben zugewiesenen Zahlwerten abgelöst, die man mit zwei Schrägstrichen zwischen den beiden letzten Ziffern als Zahlen markiert. In heiligen Texten werden Zahlen meist in Worten ausgeschrieben, um Lesefehler und Abschreibfehler zu verhindern.

masoretische Vokalisation

Um die Lesung des reinen Konsonantentexts zu erleichtern, entwickelten sich verschiedene Systeme der Vokalisation. Durchgesetzt hat sich gegenüber dem palästinischen und babylonischen das tiberische System, seit dem 8. Jahrhundert voll ausgebildet. Außer dem Cholem (und dem Punkt im Waw bei dem Schureq) werden alle Zeichen unter den jeweiligen Buchstaben gesetzt.

Name Zeichen Aussprache
Qames T langes a
Qames qatuf T kurzes offenes o (in geschlossenen Silben)
Patah Unterstrich a
Segol drei in Dreieckform angeordnete Punkte langes oder kurzes ä
Zere zwei waagrecht angeordnete Punkte langes e
Chireq ein Punkt langes oder kurzes i
Cholem ein Punkt über Waw oder Alef langes o
Quibbus drei schräg angeordnete Punkte langes oder kurzes u
Schureq Waw mit Punkt u
Schwa Doppelpunkt Schwa quiescens bezeichnet Vokallosigkeit in geschlossenen Silben

Schwa mobile ist ein kurzer Silbenvorschlag in offenen Silben, gesprochen als flüchtiger e-Laut

dient dem Zeilenumbruch, bitte nicht entfernen

Siehe auch

א ב ג ד ה ו ז ח ט י כ ך ל מ ם נ ן ס ע פ ף צ ץ ק ר ש ת
 


Weblinks

See also: Hebräisches Alphabet, 12. Jahrhundert v. Chr., 2. Jahrhundert, 2. Jahrhundert v. Chr., 8. Jahrhundert, Ajin, Aleph, Alphabet