Hebräische Universität von Jerusalem

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Synagoge auf dem Campusgelände

Die Hebräische Universität von Jerusalem ist eine der bedeutendsten Hochschuleinrichtungen weltweit.

Geschichte

Im Jahr 1918 wurde der Grundstein für die Universität gelegt. Die Idee, eine Universität in Jerusalem zu gründen, kam bereits beim ersten Zionistischen Kongress in Basel auf und wurde 1902 in einem Flugblatt von Chaim Weizmann, Martin Buber und Berthold Feiwel propagiert. Auch der jüdische Physiker Albert Einstein zählte zu den Befürwortern. (Er vererbte seine Schriften und seinen Besitz der Universität.) Das Baugrundstück am Skopusberg wurde von russischen Zionisten erworben. Die Universität wurde am 1. April 1925 mit den drei Fakultäten Mikrobiologie, Chemie und Jüdische Studien eröffnet.

In den 1930er Jahren bot die Universität vielen jüdischen Wissenschaftlern, die aus Europa vor den Nazis fliehen mussten, eine neue Wirkungsstätte. Während des Unabhängigkeitskrieges 1948/1949 wurde der Skopusberg vom Rest des jüdischen Jerusalem abgeschnitten, und die Lehr- und Lerntätigkeit in der Universität musste verlagert werden. Dazu wurden der Givat-Ram-Campus und der Ein-Kerem-Campus im westlichen Jerusalem errichtet. Erst 1967, nachdem die israelischen Streitkräfte im Sechstagekrieg ganz Jerusalem besetzt hatten, wurde der Campus auf dem Skopusberg wieder eröffnet und erweitert und ist heute das Zentrum der Universität.

Lehrangebot

Die Hebräische Universität umfasst nahezu alle Gebiete der Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften. Sie hat sieben Fakultäten, 14 Fachbereiche und rund 90 Forschungsinstitute. Die Fakultäten umfassen Geisteswissenschaften, Sozialwissenschaften, Naturwissenschaften, Agrarwissenschaften, Medizin, Zahnmedizin und Jura. Zu den Fachbereichen gehören u.a. Erziehungswissenschaften, Sozialarbeit, Krankenpflege, Pharmazie, Tiermedizin und Ernährungswissenschaften.

Seit der Gründung der Universität wurden mehr als 95.000 Absolventen ihre Diplome überreicht. Zur Zeit studieren etwa 20.000 Studenten an der Hebräischen Universität. Weitere 10.000 nehmen an Zusatzstudien und Ergänzungsprogrammen teil.

Die National- und Universitätsbibliothek des Staates Israel, die aus drei Millionen Bänden besteht, befindet sich am Campus von Givat Ram. Sie beherbergt die weltweit größte Sammlung hebräischer Bücher.

Links

Website der Universität

See also: Hebräische Universität von Jerusalem, 1. April, 1918, 1925, 1967, Albert Einstein, Chaim Weizmann, Martin Buber, Sechstagekrieg, Skopus