Heiliges Land
Heiliges Land ist eine allgemein-kirchliche Bezeichnung für das Gebiet von Palästina, Israel und oftmals auch Jordanien, wobei hierzu auch die besetzten Gebiete gehören.
Mit der Verwendung des Begriffes wird vielfach versucht, einen neutralen Begriff für die Region anzuwenden, was aber insofern problematisch ist, da er seinerseits an die Kreuzzüge erinnert.
Der Ausdruck geht zurück auf das 4. Jahrhundert, als mit dem Ende der Verfolgungszeit und der angeblichen Auffindung des "wahren Kreuzes Christi" in Jerusalem durch Kaiserin Helena das Interesse der Christen an den Schauplätzen der Bibel, vor allem Jerusalems erwachte.
Die früheste dokumentierte Reise eines (anonymen) christlichen Pilgers ins Heilige Land fand im Jahre 333 statt. Sie führte von Bordeaux nach Jerusalem und ist in einem auf Latein verfassten Itinerarium (Reisehandbuch) mit Angabe der Wegstationen festgehalten.
Viele Geschehnisse aus dem Alten Testament und dem Leben Jesu wurden nun lokalisiert, Gedenkstätten und Kirchen erbaut. Die Wallfahrt ins Heilige Land wurde bedeutsam für das Seelenheil.
Siehe auch Gelobtes Land.
