Heilserum
Heilserum ist ein veralteter Begriff für eine besondere Art von Serum, das zur Behandlung von Bissen oder Stichen giftiger Tiere (siehe Giftschlangen, Skorpione, Spinnen) und von Infektionskrankheiten wie Diphtherie und Pest eingesetzt wurde.
Um ein Heilserum zu gewinnen, werden Tiere - häufig Pferde - mit dem jeweiligen Gift oder Krankheitserreger geimpft. Dabei wird mit einer kleinen Dosis begonnen, die langsam gesteigert wird. Die Tiere bilden dabei Antikörper, ohne gefährlich zu erkranken. Das danach entnommene Blut enthält diese Antikörper, wird als Heilserum präpariert und in entsprechenden Klinikabteilungen und Tropeninstituten bereitgehalten.
Siehe auch
Antiserum Emil Adolf von Behring
