Heinrich-Hertz-Oberschule (Berlin)

Bild nicht gefunden
Heinrich-Hertz-Oberschule

Die Heinrich-Hertz-Oberschule ist ein mathematisch-naturwissenschaftliches Gymnasium in der Rigaer Straße in Berlin-Friedrichshain.

Inhaltsverzeichnis

Architektur des heutigen Gebäudes

Das heutige Gebäude der Heinrich-Hertz-Oberschule wurde 1901/1902 nach Entwürfen des Berliner Stadtbaurates Ludwig Hoffmann gebaut. Es handelt sich dabei um einen verputzten Bau mit drei Flügeln, die über überdachte Mauern und Hofzugänge verbunden sind. Im linken Flügel befand sich das Lehrerwohnhaus, im rechten eine Turnhalle sowie eine Lesehalle. Der Mittelteil ist von der Straßenfront leicht zurückgesetzt und enthält den in Doppelsäulen eingebetteten Portalbereich mit einer Giebelverdachung, über der in einem Ornament von Otto Lessing zwei Bären dargestellt werden, die ein Wappen tragen. Auf dem Mittelbau befindet sich außerdem ein kleiner Dachturm. 1985 erfolgten unfangreiche Um- und Anbauten sowie eine Erneuerung der Gebäudefront.

Geschichte

1961 wurde der damals in Berlin-Adlershof befindlichen Schule der Name des Physikers Heinrich Rudolf Hertz verliehen. Die Profilierung in Richtung Mathematik entstand erst allmählich durch Eigeninitiativen einzelner Lehrer. 1963 wurde die erste mathematisch orientierte 9. Klasse eingerichtet. Ab 1965 wurde die Heinrich-Hertz-Oberschule eine Erweiterte Oberschule (EOS) mit mathematischem Schwerpunkt, 1969 waren dann alle Klassen der Schule mathematisch orientierte Spezialklassen. Unter mathematisch-naturwissenschaftlich interessierten Schülern wurde die Schule berlinweit und darüber hinaus bekannt.

Im Jahr 1969 zog die Schule in einen Schulneubau am Frankfurter Tor in Berlin-Friedrichshain. Über die Jahre erfolgte so eine immer stärkere Hervorhebung der Mathematik und auch Informatik z.B. durch spezielle Lehrpläne zur Förderung logischen Denkens und Mathematikvorlesungen für Schüler der Oberstufe. 1985 wurde die EOS "Heinrich Hertz" dann zur Spezialschule mathematisch-naturwissenschaftlicher Richtung, mit eigenen Lehrplänen und Abituraufgaben.

Mit den Wendeereignissen 1990 mussten sich alle Spezialschulen umorientieren und 1991 wurde der Antrag auf Errichtung eines Gymnasiums mit mathematisch-naturwissenschaftlicher Profilierung genehmigt. Seitdem existiert die Schule in der jetzigen Form.

Nach dem Übergang des schulinternen Heinrich-Hertz-Wettbewerbes in viele andere Wettbewerbe, wie "Jugend forscht", Bundeswettbewerb Mathematik oder Chemieolympiade, erreichten viele Schüler der Schule vorderste Plätze in den nationalen Runden und es gelang sogar mehreren sich unter den ersten drei bei internationalen Olympiaden der Mathematik und der Naturwissenschaften zu platzieren. Außerdem erhielt das Gymnasium jährlich die Auszeichnung des Bundesministers für Bildung und Forschung für die Beteiligung am Wettbewerb "Jugend forscht".

Neben zahlreichen späteren Mathematikern lernten hier auch die Musikerin Tamara Danz (Sängerin der ostdeutschen Band Silly) sowie der spätere PDS-Politiker Gregor Gysi.

Profil

Das Heinrich-Hertz-Gymnasium nimmt mathematisch-naturwissenschaftlich interessierte Schüler/innen mit der 5. und 7. Klasse aus Grundschulen und auch anderen Gymnasien aus allen Berliner Bezirken nach einem leistungsorientierten Auswahlmodus auf.

Die Schule stellt sich selbst zum Ziel, in allen Fächern eine solide Bildung zu vermitteln und die Schüler/innen darüber hinaus mit speziellen Kenntnissen und Fähigkeiten in Mathematik und den Naturwissenschaften auszurüsten. Die Grundlage dafür bietet eine gegenüber allgemeinen Gymnasien veränderte Stundentafel. So werden z.B. in den Klassen 9 und 10 die drei Wochenstunden des Wahlpflichtunterrichts mit je einer Stunde den Fächern Mathematik, Physik und Chemie zugeordnet.

Weblinks

See also: Heinrich-Hertz-Oberschule (Berlin), 1901, 1902, 1961, 1963, 1965, 1969, 1985, 1990, 1991