Henriette Arendt

Henriette Arendt (* 11. November 1874 in Königsberg, † 1922) war die erste Frau in Deutschland, die Polizistin wurde. Sie wurde als Tochter eines jüdischen Großkaufmanns in Königsberg geboren. In Genf besuchte sie die höhere Töchterschule und die Ecole supérieur, danach in Berlin ein Jahr die Handelsschule. 1895/96 machte sie am Jüdischen Krankenhaus in Berlin eine einjährige Ausbildung zur Krankenpflegerin. 1898 verließ sie die Jüdische Gemeinde und trat in den Berliner Schwesternverband vom Roten Kreuz „Haus Augusta“ ein.

1902/1903 wechselte sie in den Stuttgarter Hilfspflegerinnenverband. Im Februar 1903 fing sie beim Stadtpolizeiamt Stuttgart als Polizeiassistentin an. Ihre Karriere als Polizistin war jedoch nur kurz. Sie empfand die geltenden Gesetze als Hohn gegenüber den Frauen und legte die Dienstvorschriften anders als ihre männlichen Kollegen aus. Damit kam sie bei Kollegen und Vorgesetzten schlecht an. Sie wurde der Unterschlagung und Verletzung von Dienstvorschriften bezichtigt und quittierte 1909 wegen Mobbing den Polizeidienst.

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Personendaten
Arendt, Henriette
Erste deutsche Polizistin
11. November 1874
Königsberg
1922

See also: Henriette Arendt, 11. November, 1874, 1909, 1922, Berlin, Deutschland, Dienstvorschrift, Genf