Herbert W. Franke
Prof. Dr. Herbert W. Franke (* 1927 in Wien) ist einer der bedeutendsten deutschsprachigen Science Fiction-Autoren.
Neben seiner Science-Fiction-Autorentätigkeit ist er aktiv im Bereich der Zukunftsforschung, der Höhlenforschung sowie der Computergrafik und Computerkunst.
Herbert W. Franke studierte in seiner Geburtsstadt Wien Physik, Mathematik, Chemie, Psychologie und Philosophie. 1950 erlangte er einen Doktor in theoretischer Physik mit einer Dissertation über ein Thema der Elektronenoptik.
Seit 1957 arbeitet er als freier Schriftsteller. Von 1973 bis 1997 hat er an der Universität München einen Lehrauftrag für "Kybernetische Ästhetik" (später "Computergrafik - Computerkunst") inne. 1979 ist er Mitbegründer der Ars Electronica in Linz. 1979 bis 1980 übernimmt Franke einen Lehrauftrag "Einführung in die Wahrnehmungspsychologie" an der Hochschule für Gestaltung in Bielefeld. Ebenfalls 1980 wird er zum Mitglied des deutschen PEN-Clubs gewählt und erhält seinen Professorentitel. Eine Geschichtensammlung mit den Titel "Der Grüne Komet" war sein erstes Buch. 1998 nahm Franke an der Siggraph Art Show in Orlando und als Juror am VideoMath-Festival in Berlin teil. Des Weiteren war er über die Jahre an unzähligen Aufführungen und Präsentationen beteiligt.
2003 erschien sein zuletzt veröffentlichtes Fachbuch "Vorstoß in die Unterwelt - Abenteuer Höhlenforschung" - 2004 veröffentlichte er seinen bisher letzten Roman "Sphinx 2". In Arbeit befindet sich zur Zeit ein Roman mit dem Titel "Cyber City Süd"
Die Zeit bezeichnet Franke als "den prominentesten deutsch schreibenden SF-Autor".
Franke ist verheiratet mit Susanne Päch.
| Inhaltsverzeichnis |
Preise
- 1987 erhält Franke den Computerkunstpreis der Vereinigung Deutscher Softwarehersteller e.V.
- 1992 wird er mit dem Karl-Theodor-Vogel-Preis für Technik-Publizistik ausgezeichnet.
- 2002 wird ihm der Dr.-Benno-Wolf-Preis für Verdienste in der Höhlenforschung verliehen.
Motivation
»Das, was mich selbst an der Sciencefiction fasziniert, ist der so genannte Sense of Wonder – das Unerwartete, das Erstaunliche, das Wunderbare, das in diesen Geschichten beschrieben wird. Dazu braucht man nicht in irreale Bereiche auszuweichen: Die Räume des Handelns und Erlebens, die mit moderner Technik auf der Basis der Naturwissenschaft erschlossen werden, sind weitaus phantastischer als alle Hexen, Monster und Zauberer aus der Märchen- und Sagenwelt. Dieses unerschlossene Neuland der Realutopie liegt in der Zukunft, und der Weg dahin mag mit vielen Rückschlägen, Irrtümern und Gefahren verbunden sein. Die sich daraus ergebenden Konflikte liefern mir den Stoff für die dramatischen Handlungen, die ich in Geschichten und Romanen schildere. Dabei geht es um die Zukunft unserer realen Welt und darunter oft auch um Entwicklungen, die heute bereits angelaufen sind und die wir somit noch in unserem Sinn beeinflussen können.« - Herbert W. Franke
Werke
Herbert W. Frankes Veröffentlichungen erschienen übersetzt in Bulgarien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Holland, Italien, Japan, Jugoslawien, Mexiko, Polen, Rumänien, Schweden, Spanien, UDSSR, Ungarn und den USA.
(Die ISBNs zeigen teilweise auf neuere Ausgaben.)
Sachbücher
- "Phänomen Kunst", Heinz Moos Verlag, München 1967
- "Computergraphik - Computerkunst", Bruckmann, München 1971
- "Apparative Kunst. Vom Kaleidoskop zum Computer" (gemeinsam mit G. Jäger), DuMont Schauberg, Köln, München 1973 - ISBN 3-7701-0660-1
- "Phänomen Kunst. Die kybernetischen Grundlagen der Ästhetik", (2. erweiterte Auflage)DuMont 1974 - ISBN 3-7701-0725-X
- "Kybernetische Ästhetik - Phänomen Kunst" (3. erweiterte Auflage von "Phänomen Kunst") Ernst Reinhardt Verlag, München 1979 - ISBN 3-497-00889-3
- "Computergraphik - Computerkunst" (2. erweiterte Auflage) Springer Verlag, Heidelberg, Berlin, New York 1985
- "Ästhetische Information" (gem. mit H. G. Frank), I. f. Kybernetik-Verlag, Berlin, Paderborn 1997
- "Animation mit Mathematica", Springer, 2002 - ISBN 3-540-42372-9
- "Wildnis unter der Erde", Brockhaus, Wiesbaden 1956
- "Kunst und Konstruktion", Bruckmann 1957
- "Magie der Moleküle", Brockhaus 1958
- "Wohin kein Auge reicht", Brockhaus 1959
- "... nichts bleibt uns als das Staunen", Wilhelm Goldmann, München 1959
- "Vorstoß ins Unbegreifliche", Brockhaus 1960
- "Phänomen Technik", Brockhaus 1962
- "Die Sprache der Vergangenheit", Union Verlag, Stuttgart 1962
- "Neuland des Wissens", Union 1964
- "Der manipulierte Mensch", Brockhaus 1964
- "Leuchtende Finsternis", (gem. m. A. Bögli), Kümmerli und Frey, Bern 1967
- "Der Mensch stammt doch vom Affen ab", Kindler Verlag, München 1966
- "Sinnbild der Chemie", Basilius Presse, Basel 1967, und Moos 1968
- "Methoden der Geochronologie", Springer 1969
- "Die unbewältigte Zukunft", (gem. m. E.H. Graul), Kindler 1970
- "Geheimnisvolle Höhlenwelt", dva, Stuttgart 1974
- "Kunst kontra Technik", Fischer Verlag, Frankfurt 1978 - ISBN 3-596-21991-4
- "In den Höhlen dieser Erde", Hoffmann & Campe, Hamburg 1978 - ISBN 3-455-08906-2
- "Die Atome", Ullstein, Berlin 1980 - ISBN 3-550-07914-1
- "Die Moleküle", Ullstein 1980 - ISBN 3-550-07915-X
- "Geheimnisvolle Höhlenwelt" (erweiterte Taschenbuchausgabe), dva 1981 - ISBN 3-548-32042-2
- "Die geheime Nachricht", Umschau, Frankfurt/Main 1982 - ISBN 3-524-69034-3
- "Computergrafik-Galerie. Bilder nach Programm - Kunst im elektronischen Zeitalter", DuMont 1984 - ISBN 3-7701-1570-8
- "Siliziumwelt" (gem. mit M. P. Kage), IBM Deutschland GmbH, Stuttgart 1985
- "Leonardo 2000", (Neubearbeitung von "Kunst kontra Technik"), Suhrkamp Frankfurt am Main 1987 - ISBN 3-518-37851-1
- "Die Welt der Mathematik" (gem. m. H. Helbig), Computergrafik zwischen Wissenschaft und Kunst, VDI-Verlag, Düsseldorf 1988 - ISBN 3-18-400792-8
- "Digitale Visionen", IBM Deutschland GmbH, 1989
- "Das P-Prinzip. Naturgesetze im Rechnenden Raum", Insel Verlag, Frankfurt/Main 1995 - ISBN 3-458-16656-4
- "Wege zur Computerkunst", Edition 'die Donau hinunter', Wien, St. Peter am Wimberg 1995 - ISBN 3-901233-09-1
- "Vorstoß in die Unterwelt", Bruckmann, München 2003 - ISBN 3-7654-4043-4
Erzählungen
- "Der grüne Komet", Goldmann 1960 - ISBN 3-442-23037-3
- "Einsteins Erben", Insel 1972
- "Einsteins Erben", (2. Auflage), Suhrkamp 1980 - ISBN 3-518-37103-7
- "Paradies 3000", Suhrkamp 1981 - ISBN 3-518-37164-9
- "Der Atem der Sonne", Suhrkamp 1986 - ISBN 3-518-37765-5
- "Spiegel der Gedanken", Suhrkamp 1990 - ISBN 3-518-38243-8
Romane
- "Das Gedankennetz", Goldmann 1961 - ISBN 3-442-23021-7
- "Der Orchideenkäfig", Goldmann 1961 - ISBN 3-442-23018-7
- "Die Glasfalle", Goldmann 1962 - ISBN 3-442-23041-1
- "Die Stahlwüste", Goldmann 1962 - ISBN 3-442-23062-4
- "Der Elfenbeinturm", Goldmann 1965 - ISBN 3-442-23049-7
- "Kunststoffe erobern die Welt", Spectrum Verlag, Stuttgart 1966
- "Zone Null", Kindler und Lichtenberg, München 1972 - ISBN 3-7852-2002-2
- "Zone Null", (2.Auflage) Wilhelm Heyne Verlag, München 1974
- "Ypsilon minus", Suhrkamp 1976 - ISBN 3-518-36858-3
- "Sirius Transit", Suhrkamp 1979 - ISBN 3-518-37035-9
- "Zone Null", (3.Auflage) Suhrkamp 1980 - ISBN 3-453-30249-4
- "Schule für Übermenschen", Suhrkamp 1980 - ISBN 3-518-37230-0
- "Tod eines Unsterblichen", Suhrkamp 1982 - ISBN 3-518-37272-6
- "Transpluto", Suhrkamp 1982 - ISBN 3-518-37341-2
- "Die Kälte des Weltraums", Suhrkamp 1984 - ISBN 3-518-37490-7
- "Endzeit", Suhrkamp 1985 - ISBN 3-518-37653-5
- "Dea Alba" (gem. m. M. Weisser), Suhrkamp 1988 - ISBN 3-518-38009-5
- "Hiobs Stern", Suhrkamp 1988 - ISBN 3-518-38088-5
- "Zentrum der Milchstraße", Suhrkamp 1990 - ISBN 3-518-38195-4
- "Sphinx_2", dtv, München 2004 - ISBN 3-423-24407-0 - Rezension
Hörspiele
- "Papa Joe & Co" (Kunstkopfhörspiel Bayerischer Rundfunk 1976)
- "Zarathustra kehrt zurück", Suhrkamp 1977 - ISBN 3-518-36910-5
Weblinks
- Homepage von Herbert W. Franke
- AVA-Autorenrubrik
- "Herausgeber – Autor – Wissenschaftler" Interview mit Herbert W. Franke
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Franke, Herbert W. |
| ALTERNATIVNAMEN | |
| KURZBESCHREIBUNG | deutschsprachiger Science Fiction-Autor |
| GEBURTSDATUM | 1927 |
| GEBURTSORT | Wien |
| STERBEDATUM | |
| STERBEORT | |
Franke, Herbert W.
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