Herman Baltia

Baron Herman Baltia (* 1. September 1863; † unbekannt), war ein belgischer General-Leutnant und Politiker.

Baltia war zunächst als Offizier im Belgisch-Kongo eingesetzt, nach dem Ersten Weltkrieg übernahm er von August 1919 bis März 1925 das Amt des belgischen Hochkommissars des Königs und Gouverneurs der im Zuge des Versailler Vertrages nach Belgien zurückgegliederten Kantone Eupen, Malmedy, Sankt Vith und des ehemaligen Neutral Moresnet.

Zur Wiedereingliederung dieser Ostkantone in das belgische Staatsgefüge wurde Baltia mit kolonialen Vollmachten ausgestattet. Der damalige belgische Premierminister Léon Delacroix schrieb ihm 1920 kurz vor seinem Amtsantritt: "Achten sie mit Sorgfalt darauf, daß alles ohne Probleme abläuft und die Kosten sich in einem verträglichen Rahmen bewegen. Sie werden wie der Gouverneur einer Kolonie, welche direkt dem Vaterland unterstellt sein wird, agieren können."

Eine der ersten symbolträchtigen Amtshandlungen Baltias war die Demontage eines an den französisch-preußischen Krieg von 1870/1871 erinnernden Denkmals in seiner Residenzstadt Malmedy.

Trotz einiger Fehleinschätzungen während seiner Amtszeit suchte Baltia auch lange danach noch den Kontakt zu denen, die er "regiert" hatte.

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Personendaten
Baltia, Herman
belgischer General-Leutnant und Politiker
1. September 1863

See also: Herman Baltia, 1. September, 1863, Albert I. (Belgien), Belgien, Belgisch-Kongo, Eupen, Léon Delacroix, Malmedy