Hildegard Burjan
Hildegard Burjan (* 30. Januar 1883 in Görlitz, † 11. Juni 1933 in Wien) war eine Ordensgründerin und Politikerin. Sie war verheiratet und hatte eine Tochter.
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Aktuelles
Seligsprechungsverfahren - weiterer Schritt steht bevor
Der Seligsprechungsprozess für Hildegard Burjan wurde 1963 von Kardinal Franz König eingeleitet. Der erforderliche Wunderprozeß fand im Jahre 2001 seinen Abschluß und wurde von Rom rechtlich anerkannt. Papst Johannes Paul II. besuchte im Juni 1998 das "Caritas Socialis"-Hospiz "Rennweg", wo er sich anerkennend über Hildegard Burjan äußerte. Die Exhumierung und anschließende neuerliche Bestattung an einem Ort der künftigen Verehrung ist Voraussetzung für eine Seligsprechung. Kardinal Schönborn unterstützt das Seligsprechungsverfahren: "Für die Erzdiözese Wien, aber auch für ganz Österreich ist Hildegard Burjan eine beeindruckende Gestalt - ein Mensch zum Vorzeigen."
Der Leichnam der Gründerin der Schwesterngemeinschaft (Caritas Socialis (CS)) wurde am 4. Mai 2005 an einen "Ort der Verehrung" gebracht. Der "Ort der Verehrung" ist die Hildegard Burjan-Kapelle im CS-Stammhaus in Wien-Alsergrund.
Werdegang
- 1909 konvertierte vom jüdischen zum katholischen Glauben, nachdem eine unerwartete Heilung aus schwerer Krankheit erfolgt war. Sie studierte Sozialwissenschaft in Berlin. Dort fand auch ihre Konversion statt.
- 1909 Ärztin in Wien, setzte sich besonders intensiv für Frauen ein.
- 1912 Gründung des „Verbands der christlichen Heimarbeiterinnen“,
- 1918 Gründung des Vereins „Soziale Hilfe“.
- 1919 Gründung der religiösen Schwesterngemeinschaft „Caritas Socialis (CS)“, die sich bis heute karitativen Aufgaben widmet, u. a. Pflegeheime und ein Hospiz führt.
Ihr Wirken
Sie war 1918 aktiv im Wiener Gemeinderat und eine wichtige Persönlichkeit in Politik und Kirche. Burjan wurde das "Gewissen des Parlaments" und die "Heimarbeiterinnenmutter von Wien" genannt. Sie kämpfte für die Rechte und die Gleichberechtigung der Frauen und zog 1919 als erste christlichsoziale Abgeordnete der Ersten Republik in den Österreichischen Nationalrat ein. "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" zählte zu ihren wichtigsten politischen Forderungen. Auch wirkte sie mit an der Neubildung der Österreichischen Bahnhofsmission, der Einrichtung der Familienpflege wie der Mittelstandsküchen.
„Mit einem offenen Herzen für die Nöte der Zeit hat sie sich für die Rechte der Unterpiviligierten und gegen jede soziale Ausgrenzung von Randgruppen durch die Gesellschaft eingesetzt“, so würdigt Kardinal Christoph Schönborn in seiner Ansprache das Wirken von Hildegard Burjan.
Ihre Seligsprechung wäre ein positives Zeichen der Anerkennung des Engagements von Frauen in Kirche, Politik und Gesellschaft.
Weblinks
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Burjan, Hildegard |
| ALTERNATIVNAMEN | |
| KURZBESCHREIBUNG | Ärztin, Ordensgründerin, Politikerin |
| GEBURTSDATUM | 30. Januar 1883 |
| GEBURTSORT | Görlitz |
| STERBEDATUM | 11. Juni 1933 |
| STERBEORT | Wien |
Burjan, Hildegard
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