Hintergrundstrahlung
[[Bild:Hintergrundstahlung.jpg|thumb|280px|Hintergrundstrahlung aufgenommen durch den Satelliten WMAP]] Jeder Bereich des Himmels, der keine direkt zuordenbare Strahlungsquelle (z.B. Sonne, Sterne, Galaxien, Quasare) enthält, und für den die Effekte interplanetaren Staubs und Materie berücksichtigt wurden, strahlt. Diese Strahlung wird Hintergrundstrahlung (CMBR, Cosmic Microwave Background Radiation) genannt.
Der Ursprung der Strahlung hängt vom beobachteten Spektrum ab. Die bekannteste ist die Kosmische Mikrowellenstrahlung, die aus der Zeit kurz nach dem Urknall stammt. Sie ist das fast perfekte Intensitätsprofil eines schwarzen Körpers mit einer Temperatur von durchschnittlich rund 2,725 Kelvin mit richtungsabhängigen Schwankungen von ungefähr 0,002 Kelvin. Die Mikrowellenhintergrundstrahlung wurde von Arno Penzias und Robert Woodrow Wilson 1963 durch Zufall entdeckt. Sie gilt als Beleg für die Urknalltheorie. Die Entkopplung der Hintergrundstrahlung von der Materie fand 400 000 Jahre nach dem Urknall statt. Zu diesem Zeitpunkt haben sich ungeladene Atome gebildet und die Photonen der Hintergrundstrahlung zeigten mit diesen Teilchen keine Wechselwirkungen mehr. Von diesem Zeitpunkt gibt es eine sich abkühlende charakteristischen Schwarzkörperstrahlung.
Es existiert des weiteren Hintergrundstrahlung im Bereich des Infraroten, der Röntgenstrahlung usw. die verschiedene Ursprünge haben und deren Quellen noch gesucht werden.
Untersucht wurde die Hintergrundstrahlung auch von dem Satelliten COBE und der Raumsonde WMAP, die unter anderem genaue Karten der Temperaturschwankungen der kosmischen Hintergrundstrahlung maß. 2007 wird die europäische Raumsonde Planck die Strahlung mit dreifacher höherer Auflösung vermessen - bei besserer Ausblendung von Störstrahlung.
Literatur
- Gerhard Börner, Matthias Bartelmann: Astronomen entziffern das Buch der Schöpfung. Physik in unserer Zeit 33(3), S. 114 - 120 (2002), ISSN 0031-9252
