Historischer Roman

Ein historischer Roman ist eine Erzählung, die sich in der Regel an die reale Geschichte anlehnt. Wie nah die Erzählung an die gewesene Realität heranreicht, hängt zumeist davon ab, wie intensiv ein Autor recherchiert hat und auch bereit ist, die gewonnenen Erkenntnisse richtig in die Erzählung einzubauen.

Die bedeutendste Theorie des historischen Romans entwickelte der marxistische Literaturtheoretiker Georg Lukacs. Er entwickelte die Gestalt des "mittleren Helden", der selbst keine reale historische Gestalt sein muss.

Für die Recherche zu einem historischen Roman über das Mittelalter benötigt man als erstes ein Itinerar des regierenden Kaisers und der wichtigsten Fürsten einschließlich der Erzbischöfe. Für einige Fürsten liegt es bereits gedruckt vor, andere muss man sich aus den Urkundenbüchern, z.B. den Regesta Imperii, zusammenstellen. In diesen festen Zeitrahmen kann man dann alle anderen recherchierten Ereignisse eintragen.

In den letzten Jahrzehnten erschienen viele historische Romane, deren Ziel nicht mehr als mimetisch zu betrachten ist, sondern die ein klassisches Geschichtbild in Frage stellen. Die für den klassischen Historiker offensichtlichen Kausalitäten, welche die historischen Ereignisse verbinden, werden als Diskurs entlarvt. Leopold von Rankes Ziel die Geschichte "zu schreiben, wie sie war", wird obsolet.

Beispiele für historische Romane

!Historischer Roman

See also: Historischer Roman, 1826, 1857, 1868, 1876, 1879, 1880, 1895, 19. Jahrhundert, 1929