Hochbahn
thumb|Hochbahnstrecke der Hamburger U-Bahn an den Vorsetzen Als Hochbahn werden aufgeständerte bzw. auf Viadukten geführte Teile von U-Bahn-Systemen bezeichnet.
In Hamburg wurde bis 1947 die Bezeichnung pars pro toto für das komplette System verwendet, die Betreibergesellschaft der Hamburger U-Bahn heißt entsprechend noch heute Hamburger Hochbahn AG.
Auch in Chicago, wo die U-Bahn größtenteils aufgeständert verläuft, hat sich die Bezeichnung "Hochbahn" (Elevated oder kurz El) eingebürgert.
Die U-Bahn New Yorks wurde zunächst überwiegend als Hochbahn gebaut, im Laufe der Jahrzehnte wurden aber fast alle Viaduktstrecken durch Tunnel ersetzt (daher die dortige Bezeichnung Subway im Gegensatz zu Chicagos El).
Hochbahnstrecken mit mehreren Bahnhöfen aus der Frühzeit des U-Bahn-Baus gibt es außerdem in Berlin, Wien und Paris. Auch die Wuppertaler Schwebebahn ist eine Sonderform der Hochbahn vom Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Hochbahn von Liverpool wurde dagegen stillgelegt und abgebaut und gilt seitdem als das einzige jemals komplett stillgelegte Schnellbahnnetz der Welt.
Auch einige Schnellbahnnetzen der 60er und 70er Jahre wurden abschnittsweise als Hochbahnen angelegt, so etwa die U-Bahn-Netze in Amsterdam und Rotterdam, die wegen des hohen Grundwasserspiegels nur kurze Tunnelabschnitte besitzen und ansonsten ebenerdig oder in Hochlage geführt werden. Auch in den USA entstanden Metronetze als Hochbahn, etwa in Miami.
Im deutschsprachigen Raum wurden in den vergangenen drei Jahrzehnten in Hamburg (Hammerbrook), Köln, Frankfurt (Westbahnhof, Römerstadt–Ginnheim, Flughafen-Hochbahn), Nürnberg (Strecke nach Fürth) und Wien (U6 nach Siebenhirten) Hochbahnstrecken für die jeweiligen U-Bahn-, S-Bahn- oder Stadtbahnnetze gebaut.
