Hochmut

Hochmut (manchmal auch als Hoffart bezeichnet) ist diejenige in Reden und Handlungen sich ausprägende Gemütsverfassung, in welcher der eigene Wert höher angeschlagen wird, als er wirklich ist. Er äußert sich in herrischen Mienen, Gesten und Auslassungen. Sein Gegenteil ist die Demut. Der Begriff der Hochmut begründet sich im altdeutschen Hoher Mut und konnte damals (wie auch "Freimut") positiv aufgefasst werden.

Der Sache nach kommt er in vermutlich in allen Gesellschaften vor, und wo er (zum Beispiel als Prahlsucht) kulturell missbilligt wird (vgl. Höflichkeit), da äußert er sich in wenig merklichen Zügen. Im antiken Griechenland konnte er als Hybris den Zorn der Götter auf sich ziehen (vgl. z.B. das Geschick der Niobe). In der katholischen Morallehre ist "Hochmut" (lateinisch superbia) eine der sieben Todsünden.

Der Begriff wurde schon in der Ständegesellschaft kritisch gegenüber dem Adel (und auch dem Klerus) benutzt, er heftete sich an Züge der adeligen Etikette und deren Benutzung als soziales Werkzeug der Exklusion. Er wird heutzutage allgemein negativ gewertet. Man stellt ihn in eine Reihe mit Blasiertheit, Arroganz und "aufgeblasen sein".

Redewendungen

Ein Sprichwort besagt: Hochmut kommt vor dem Fall. Es bedeutet, dass dem überheblichen, übermäßig stolzen Menschen Erniedrigung droht. Die Redensart stammt aus der Bibel (Sprüche 16,18) und hieß in einer ersten Übersetzung Stolzer Mut kommt vor dem Fall.

See also: Hochmut, Adel, Arroganz, Demut, Etikette, Exklusion, Hybris, Höflichkeit, Klerus, Mut