Hönow

Hönow ist eine Gemeinde in Brandenburg, an der Stadtgrenze zu Berlin gelegen. Sie ist Teil des Landkreises Märkisch-Oderland und gehört seit Oktober 2003 der amtsfreien Gemeinde Hoppegarten an.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Ursprünglich wurde Hönow vermutlich von den Wenden besiedelt. Im 13. Jahrhundert bauten Johann I. und Otto III. hier eine Siedlung, die in den Jahren 137577 erstmals im Landbuch Karls IV. erwähnt wurde. Der Ort wurde während der Hussitenkriege 1432 und im Dreizigjährigen Krieg Anfang des 17. Jahrhunderts zerstört. Das Hönower Schloss wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und verfällt seitdem. Als einziges älteres Bauwerk hat die spätromanische Kirche überlebt.

Anfangs ernährte sich die Bevölkerung Hönows durch Landwirtschaft. Erst Anfang des 19. Jahrhunderts entwickelte hier sich langsam das Handwerk. 1953 wurde eine LPG gegründet, die die Bewirtschaftung eines Großteils der landwirtschaftlichen Flächen übernahm. Heutzutage dient Hönow außerdem als Ausflugsziel für Berliner, und der Tourismus wurde als zusätzliche Einnahmequelle erschlossen.

In den letzten 10 Jahren gab es einen regelrechten Bauboom. Es wurden brachliegende Felder erschlossen und neue Siedlungen, sowohl auf dem alten Dorfgelände, wie auch in direkter Anbindung an Berlin geschaffen. Besonders für junge Familien sind die Reihenhäuser Siedlungen wegen der günstigen Preise, der schönen grünen Lage und der guten Anbindung zu Berlin sehr Interessant.

Hönow-Nord

Der heutige Ortsteil Hönow-Nord war bis in die fünfziger Jahre als Ort Glücksburg bekannt. Warum der Ort in den fünfziger Jahren sang- und klanglos von den Landkarten verschwand, ist nicht bekannt. Auch die Herkunft des Namens ist nicht erforscht, einen Hinweis auf eine ehemals vorhandene Burg gibt es jedenfalls nicht. Es wird vermutet, daß die Ortschaft als Ansiedlung Pfälzischer Siedler entstand.

Heute beziehen sich nur noch die Namen von Flurstücken oder Einrichtungen, z.B. eines Reiterhofes "An der Glücksburg" auf die ehemalige Ortschaft.

U-Bahnhof

thumb|Endbahnhof der U5 Der U-Bahnhof Hönow ist der östlichste U-Bahnhof der Berliner U-Bahn und befand sich bis zum 3. Oktober 1990 als einer von nur zwei Bahnhöfen außerhalb des Stadtgebietes – inzwischen wurde das Gebiet eingemeindet. Der oberirdische Bahnhof wurde am 1. Juli 1989 als Verlängerung der heutigen U-Bahnlinie 5 eröffnet und ist deren Endbahnhof. Der Kopfbahnhof verfügt über drei Gleise, die an einem Mittel- und einem Seitenbahnsteig untergebracht sind. Westlich des Bahnhofs befindet sich eine umfangreiche Abstellanlage für U-Bahnzüge.

Koordinate: 52°33'00 N 13°38'00 O

Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Hönow

Die erste organisierte Brandbekämpfung im Ort gab es im Jahre 1909. Bis zum Jahre 1934 existierte in Hönow das allgemeine Pflichtlöschwesen, bei dem im Falle eines Alarm jeder Grund- besitzer einen Mann zu stellen hatte. Jeder Pferdebesitzer hatte einen Gespanndienst zu leisten. Ein Gespann für die Spritze und ein zweites für den Wasserwagen. Das dritte wurde für den Mannschaftswagen benötigt, falls der Einsatzort sich ausserhalb von Hönow befand. Diese Art der Brandbekämpfung wurde seit 1909 im Ort vollzogen. Damit gab es in Hönow erstmals eine freiwillige Feuerwehr. 1934 wurde dann durch ein Gesetz angeordnet, dass in jeder Gemeinde eine freiwillige Feuerwehr eingerichtet werden sollte. Im Kreis Niederbarnim, zu dem damals 84 Gemeinden zählten, kamen nur 13 Gemeinden für die Gründung einer freiwilligen Feuerwehr in Frage. Im Januar 1934 wurde das erste Feuerwehrdepot unseres Ortes in der Schulbaracke eröffnet. Zum Führer der Wehr wurde Richard Zakouriel ernannt, der das Löschwesen im Jahre 1921 vom Sattlermeister Lehmann übernommen hatte. Nun ging es mit der Beschaffung der Ausrüstung zügig voran. Eine Kraftspritze mit einer Leistung von 400l/min hatte der Gemeindevorsteher Kirschbaum bei einer Verlosung gewonnen. Nach 1934 wurde dann eine große Kraftspritze einer Leistung von 2800l/min angeschafft. Nach der offiziellen Gründung der Wehr erfolgte der Neubau eines Gerätehauses mit Steigeturm. Es wurde ein Kraftfahrzeug nach eigenen Wünschen und Vorstellungen beschafft. Die Ausbildung der Kameraden erfolgte an den Abenden der Woche und an Sonntagen bis September 1943 in Neuenhagen. Nun konnte die Wehr dem Landrat vorgestellt werden. Die Kameraden hatten eine Ausbildung im Fußdienst, in Steigeübungen und im Löschangriff erhalten. Jetzt wurde die Wehr durch die Gemeinde übernommen. Sie bestand am Tag der Gründung aus 20 Mann. Aus den Zeiten des Zweiten Weltkriegs ist zu berichten, dass während eines Bombenangriffs britischer Flugzeuge die beiden Kameraden Otto Wolf und Ernst Hentschel ihr Leben lassen mussten. Als sie auf einem Kontrollgang waren, wurden sie von den Splittern einer unmittelbar in der Nähe eingeschlagenen Luftmine tödlich verletzt.

Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges wurde dann die Wehr neu aufgebaut. Als Wehrleiter wurde der Kamerad Fritz Nitsche ernannt. Nicht selten kam es zu dieser Zeit vor, dass er sich mit einem Kanister zur Dienststelle nach Bernau begab, um den nötigen Sprit zu beschaffen. 1948 übernahm dann Hermann Ruck Sen. als Wehrführer die Hönower Feuerwehr. Man bekam zu jener Zeit eine TSA (Anhänger für Motorspritze). Im Jahre 1954 waren alle Kameraden sehr glücklich, als ein altes Armeefahrzeug vorhanden war, dass von Kameraden in mühsamer Eigenleistung als Zugfahrzeug umgebaut wurde. Man hatte vorher von Bauern des Ortes Traktoren ausborgen müssen, damit dieses Fahrzeug ersteinmal nach Hönow geschleppt werden konnte. 1956 erfolgt die Gründung einer Feuerwehrkapelle, die sich gut entwickelte. Sie spielte oft zu besonderen Anlässen, aber nicht nur in unserem Ort. Leider wurde die Kapelle 1969 wieder aufgelöst. Im Jahre 1958 wurde die alte Schulturnhalle zu einem Kulturraum der Feuerwehr umgebaut. Ein Teil der Mittel wurde vom Rat der Gemeinde finanziert, zum anderen aber auch viele Stunden eigene Leistung von den Kameraden erbracht. 1969 übernahm Gerhard Hermann die Funktion als Wehrleiter, der dann nach kurzer Zeit von Hermann Ruck Jun. abgelöst wurde. Sein Nachfolger wurde 1976 Wolfgang Ruck. Einige Jahre später wurde Gerhard Finger Wehrleiter und nach ihm Rainer Ruschke, der bis heute Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Hönow ist.


Die umfangreichsten Brände seit dem 2. Weltkrieg:

1962 ein großer Brand auf dem Volksgut durch Blitzschlag
1965 ebenfalls durch Blitzschlag ein großer Brand in der Thälmannstraße
1974 entzündete sich die Scheune auf dem Bauerngehöft Gathow

Weblinks

http://www.ff-hoenow.de Feuerwehr

See also: Hönow, 1. Juli, 13. Jahrhundert, 1375, 1377, 1432, 17. Jahrhundert, 19. Jahrhundert, 1953