Höri ZH

Wappen
98px|Wappen von Höri
Basisdaten
Kanton: Zürich
Bezirk: Bülach
BFS-Nr.: 0060
PLZ: 8181
Koordinaten: 47° 30' n. Br.
8° 31' ö. L.
Höhe: 418 m ü. M.
Fläche: 4.85 km²
Einwohner: 2492 (31. Dezember 2003)
Website: www.hoeri.ch
Karte
299px|Karte von Höri

Höri ist eine politische Gemeinde im Bezirk Bülach des Kantons Zürich in der Schweiz.

Die Unterländer Gemeinde besteht aus den drei Dörfern Oberhöri, Niederhöri und Endhöri (ennet der Glatt).

Inhaltsverzeichnis

Wappen

Auf blauem Grund zwei gekreuzte silberne Kuchengabeln, begleitet von vier goldenen Kuchen. Das Wappen wird mit dem um 1320 erfolgten Verkauf des Hofes "Küchelers Höri" in Verbindung gebracht, der vom Kloster St. Martin auf dem Zürichberg, bzw. von den Habsburgern an die Freiherrin Anna von Tengen wechselte.

Geographie

Dem Lauf der Glatt folgend kommen wir von Oberglatt und Niederglatt zunächst nach Oberhöri, das sich, neben dem alten Ortskern an der Glatt, den Hängen des Höriberges entlang ausgedehnt hat. Hier findet man vor allem Einfamilienhäuser.

Folgen wir der Glatt, kommen wir zum Dörfchen Niederhöri, das seine ursprüngliche Grösse bewahrt hat. Hier zweigt die Strasse nach Hochfelden ab.

Ennet der Glatt befindet sich das dritte Dörflein, Ennet- oder heute verkürzt Endhöri geheissen. Es ist am stärksten gewachsen und weist neben grossen Gewerbebetrieben auch eine grosse Anzahl an Mehrfamilienhäusern auf. Diverse alte Bauernhäuser wurden der Strassenverbreiterung und dem neuen Mehrzweckgebäude geopfert.

Fläche         478.63 ha
 Wald            54.5  ha
 

Bevölkerung

Jahr            1850 1950 1960 1970 19??
 Einwohner        574  569  809 2022 2024
 davon Ausländer                      770
 

Sprachen

Religionen - Konfessionen

Protestanten  
 Katholiken
 Muslime    
 Andere         
 Keine          
 

Regierung

Legislative

Gemeindeversammlung, üblicherweise zweimal jährlich im Singsaal der Primarschule: alle Stimmberechtigten

Exekutive

politische Gemeinde

Gemeinderat: 7 Mitglieder (Stand 2002)

Albrecht Remo      Volkspartei
 Huber Hans-Ulrich  Freie Wähler
 Meier Christian    Freie Wähler
 Moor Ursula        Volkspartei   Präsident
 Richner Elisabeth  Volkspartei
 Savodelii Mario    Volkspartei   Vizepräsident
 Schmid Emil        Freie Wähler
 

Schulgemeinde

Ebenso hat die Primarschulgemeinde eine Legislative (Primarschulgemeindeversammlung; in der Regel direkt anschliessend an die politische Gemeindeversammlung) und eine fünfköpfige Exekutive (Primarschulpflege; Präsidentin 2002: Corinne Kühn, SVP).

anno 1831

Erster Gemeinderat gewählt am 24. Juli 1831: Präsident: Heinrich Surber, Leutnant in Oberhöri Mitglieder: Bernhard Schmid von Niederhöri Hans Jakob Surber von Endhöri

Besoldung  Präsident     15 Gulden
            Seckelmeister 15 Gulden
            dem anderen   10 Gulden
            Schreiber     20 Gulden
 

Erste Sitzung des Gemeinderates Höri am 6. August 1831 abends im (alten) Schulhaus zu Niederhöri.

Wirtschaft

Tourismus

Verkehr

Weil sich die Höremer Bauern zu schade waren, ihren Beitrag an die Nordostbahn-Gesellschaft zu bezahlen, brausen nicht nur die internationalen Züge Zürich - Stuttgart und Stuttgart - Neapel ohne Halt durchs Dorf Endhöri, sondern auch die halbstündliche S-Bahn nach Bülach, Oerlikon und Zürich.

Geschichte

Mittelalter

19. Jahrhundert

Kunst, Kultur

Museen

Heimatmuseum

Eine paritätische Kommission aus Mitgliedern von Pro Höri und der Primarschule betreibt ein kleines Heimatmuseum im Keller des Schulhauses Weiher 1. Ein Raum ist dem Bauernhof (Haus und Hof) gewidmet, einer der Schule, dem Rebbau und der Swissair, der dritte der Dorfentwicklung und der Raumplanung.

Schule

Primarschule

Der Primarschulunterricht wurde 1639 eingeführt. Das erste Schulhaus wurde im Jahr 1827 für 3368 Gulden erstellt. Man baute es an die Glatt bei Niederhöri, aber an das östliche Ufer, vergrösserte es schon 1837 durch eine Lehrerwohnung mit Gemeindestube, was Kosten von 2750 Gulden verursachte. Im Jahre 1871 wurde auf dem Dach ein Dachreiter mit vier Wimpergen und einem Spitzenhelm errichtet. Die Uhr wurde von der Strassburger Firma Ungerer Frères bezogen, während man bei der Glockengiesserei Keller in Zürich-Unterstrass eine Glocke in Auftrag gab.

1921 wurde gleich daneben ein neues Schulhaus "Niederhöri" erbaut, das alte Schulhaus 1939 an die Politische Gemeinde abgetreten, seit 2001 jedoch wieder für Schulzwecke gebraucht. Daneben stehen zwei moderne Schulhäuser aus den 1960er- und 1970er-Jahren und zwei Turnhallen zur Verfügung.

Kreissekundarschule

Die Sekundarschule ist mit Bachenbülach, Bülach, Hochfelden und Winkel in einer Kreisgemeinde organisiert. Der Unterricht findet im Sekundarschulhaus der Stadt Bülach und der Aussenstation im Primarschulhaus Weiher 1 in Höri statt.

Sonstiges

Die Anflugschneise des internationalen Flughafen Kloten führt genau über Niederhöri und die Schulhäuser. Neben Fluglärm bietet der Flughafen jedoch viele Arbeitsplätze für Bewohner der Gemeinde.

Bücher

Paul Gisin, Historiker Lic. Phil. I, Rorbas, verfasste im Jahr 1992 ein Buch, das am Schalter der Einwohnerkontrolle der Gemeindeverwaltung bezogen werden kann.

Weblinks


See also: Höri ZH, Bachenbülach, Bassersdorf, Bezirk (Schweiz), Breitengrad, Bülach, Bülach (Bezirk)