Hormesis
Hormesis (griech.: "Anregung, Anstoß", englisch: Adaptive Response) heißt der schon von Paracelsus formulierte biologische Effekt, daß geringe Dosen schädlicher oder giftiger Substanzen eine positive Wirkung auf den Organismus haben können. Bei medizinisch wirksamen Substanzen ist ein solcher dosisabhängiger Umkehreffekt gut nachweisbar.
Stark umstritten ist dagegen ein hormetischer Effekt von ionisierender Strahlung (Radioaktivität). Hier wird auch von Strahlenhormesis gesprochen. Es konnte bislang nicht nachgewiesen werden, dass geringe auf den menschlichen Körper einwirkende Strahlendosen einen biopositiven Einfluss haben, auch wenn solche Hypothesen eine gewisse Tradition und Verbreitung haben. So soll zum Beispiel das Einatmen von radioaktivem Radon oder das Trinken von radonhaltigem Wasser (Radonbalneologie) das Immunsystem stimulieren und die Gesundheit fördern. Fachleute für Strahlenschutz gehen dagegen generell von einer linearen Dosis-Wirkungs-Beziehung ohne Schwellenwert, und somit Schädigungspotential auch bei beliebig niedrigen Strahlendosen, aus.
siehe auch Radonbalneologie.
Weblinks
- www.entretiens-internationaux.mc/19.pdf Link zum Arndt - Schultz Gesetz und Hormesis
Kategorie:Medizin
