Hornborga-See
thumb|Hornborga See nördlich von Broddetorp thumb|Kraniche am Hornborga-See Der Hornborga-See ist einer der bekanntesten Vogelseen Schwedens. Er liegt in der schwedischen Provinz Västergötland etwa 15 km südöstlich der Stadt Skara und ist eines der schwedischen Ramsargebiete.
Der See, der 30 km² groß ist, fiel im ausgehenden 19. Jahrhundert der Landgewinnung zum Opfer. Durch mehrere Wasserpegelsenkungen verminderte sich seine Fläche auf 4 km², die schließlich in den 1960er Jahren versumpften. Nach einer umfangreichen Restauration, bei dem der Wasserspiegel mit fast einem Meter gehoben wurde, wurde der See wieder zu einem Vogelparadies, das heute Naturschutzgebiet und durch die internationale Ramsar-Konvention geschützt ist.
Der See hat heute eine Tiefe von etwa 2 Metern und ist von einem Schilfgürtel umgeben. Er dient Zugvögeln als Rastplatz im Frühjahr und im Herbst, aber viele Vögel bleiben auch am See und brüten dort. Unter den 100 Vogelarten, die am See beobachtet werden können, sind etwa die Hälfte Zugvögel, und die Hälfte brütet im oder am See. Unter den Zugvögeln sind vor allem die Kraniche zu nennen, die Ende März, Anfang April mehrere Woche am See rasten und deren Zahl bis zu 8.000 betragen kann.
Am östlichen Seeufer (einige Kilometer nördlich der Ortschaft Broddetorp) befindet sich eine Vogelstation mit Museum und Vogelwarte (Naturum Hornborga). Am Südufer (bei Bjurum) befindet sich eine weitere Vogelstation (Naturum Trandansen), wo im Frühjahr und Herbst Tausende von Kranichen beobachtet werden können.
