Horst Söhnlein
Horst Söhnlein (* 1942) war an der Seite von Andreas Baader in der APO-Bewegung aktiv.
In den frühen sechziger Jahren gründete er in München ein "action-Theater", welches später von Rainer Werner Fassbinder übernommen wurde.
Mit Baader sowie Thorwald Proll und Gudrun Ensslin legte Söhnlein am 2. April 1968 Brände in zwei Kaufhäusern (Schneider, Kaufhof) in Frankfurt am Main, um gegen den "Völkermord" in Vietnam zu protestieren. Alle Täter wurden schnell gefasst.
Die vier Angeklagten wurden im nachfolgenden Prozess der Brandstiftung für schuldig befunden und zu drei Jahre Haft verurteilt, nach 14 Monaten jedoch bis zur Entscheidung über eine mögliche Revision auf freien Fuß gesetzt. Der Revision wurde im November 1969 nicht stattgegeben. Im Gegensatz zu seinen drei Mitangeklagten, welche sich daraufhin nach Frankreich absetzten, trat Söhnlein die Haft an.
Nach seiner Haftentlassung war Horst Söhnlein im terroristischen Umfeld nicht mehr aktiv.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Söhnlein, Horst |
| ALTERNATIVNAMEN | |
| KURZBESCHREIBUNG | APO-Aktivist |
| GEBURTSDATUM | 1942 |
| GEBURTSORT | |
| STERBEDATUM | |
| STERBEORT | |
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