Hottwil

Wappen
98px|Wappen von Hottwil
Basisdaten
Kanton: Aargau
Bezirk: Brugg
BFS-Nr.: 4101
PLZ: 5277
Koordinaten: 47° 33' n. Br.
8° 10' ö. L.
Höhe: 415 m ü. M.
Fläche: 4.16 km²
Einwohner: 251 (31. Dezember 2004)
Website: www.hottwil.ch
Karte
299px|Karte von Hottwil

Hottwil ist eine Gemeinde im Bezirk Brugg des Schweizer Kantons Aargau. Sie liegt etwa sieben Kilometer nordnordwestlich des Bezirkshauptorts im nordöstlichen Teil der Region Fricktal.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Das Dorf liegt inmitten des Tafeljuras zwischen Aare- und Rheintal und ist auf allen Seiten von Hügeln umgeben. Es befindet sich am oberen Ende des Mettauertals, das durch den Etzgerbach in Richtung Norden zum Rhein hin entwässert wird. Im Westen liegt der 649 Meter hohe Laubberg, im Süden der Beiberg (585 Meter) und das Hottwilerhorn (646 Meter), im Osten der Wessenberg (605 Meter) mit einer alten Burgruine. Am Südwesthang des Wessenbergs wird Weinbau betrieben.

Die Fläche der Gemeinde beträgt 416 Hektaren, davon sind 163 Hektaren bewaldet und 18 Hektaren überbaut. Der höchste Punkt ist der Gipfel des Laubbergs (649 Meter), die tiefste Stelle liegt auf 395 Metern.

Nachbargemeinden sind Wil im Norden, Mandach im Osten, Villigen im Südosten, Remigen im Süden und Gansingen im Westen.

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung von "Hottiwilare" erfolgte im Jahr 1150. Im Mittelalter gehörte der meiste Grundbesitz den Edlen von Wessenberg, deren Burg auf dem gleichnamigen Berg an der Grenze zu Mandach lag. Landesherren und Richter waren die Habsburger, die das Dorf dem Amt Waldshut zuteilten. 1316 mussten die Habsburger die Dörfer Mandach und Hottwil wegen Geldmangel an die Wessenberger verpfänden. Diese erwarben auch die Niedere und Hohe Gerichtsbarkeit und schufen damit ein kleines, fast völlig souveränes Herrschaftsgebiet.

Im Waldshuterkrieg von 1468 besetzte Bern die Herrschaft Wessenberg und fügte es zu seinen Untertanengebieten im Berner Aargau an; Hottwil war nun ein Teil der Landvogtei Schenkenberg. Die Burg wurde dem Zerfall überlassen. 1528 wurde die Reformation eingeführt. Als 1798 die Franzosen die Schweiz eroberten und die Helvetische Republik ausriefen, kam Hottwil zum neuen Kanton Aargau.

Bis heute ist Hottwil ein von der Landwirtschaft und vom Weinbau geprägtes Dorf geblieben. Zwischen 1900 und 1970 sank die Einwohnerzahl um etwa 20 Prozent, da viele Dorfbewohner gezwungen waren, anderswo nach Arbeit zu suchen. Seither ist die Bevölkerungszahl jedoch wieder leicht ansteigend.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1900 210
1930 201
1950 203
1960 191
1970 171
1980 179
1990 221
2000 245

Am 31. Dezember 2004 lebten 251 Menschen in Hottwil, darunter acht Ausländer. Bei der Volkszählung 2000 waren 53,1 % reformiert und 32,2 % römisch-katholisch. 95,9 % bezeichneten Deutsch als ihre Hauptsprache.

Behörden

Die Versammlung der Stimmberechtigten, die Gemeindeversammlung, übt die Legislativgewalt aus. Ausführende Behörde ist der Gemeinderat. Seine Amtsdauer beträgt vier Jahre und er wird im Majorzverfahren (Mehrheitswahlverfahren) vom Volk gewählt. Er führt und repräsentiert die Gemeinde. Dazu vollzieht er die Beschlüsse der Gemeindeversammlung und die Aufgaben, die ihm von Kanton und Bund zugeteilt wurden.

Die 5 Gemeinderäte sind:

Für Rechtsstreitigkeiten ist das Bezirksgericht Brugg zuständig. Hottwil gehört zum Friedensrichterkreis Rein.

Wirtschaft

In Hottwil gibt es etwa 100 Arbeitsplätze, davon fast die Hälfte in der Landwirtschaft. Die Mehrheit der Erwerbstätigen sind jedoch Wegpendler und arbeitet in der Region Brugg oder in den Gemeinden des Rheintals.

Verkehr

Das Dorf liegt abseits der grösseren Durchgangsstrassen, die Hauptzufahrt erfolgt von Etzgen her durch das Mettauertal. Diese Strasse führt weiter über den Bürersteig nach Remigen und schliesslich nach Brugg. Weitere Nebenstrassen führen nach Gansingen, Mandach und Villigen. Hottwil wird durch die Postautolinie BruggLaufenburg an das Netz des öffentlichen Verkehrs angebunden.

Bildung

Die Gemeinde verfügt über eine Primarschule. Die Realschule kann in Wil oder Mettau besucht werden, die Sekundarschule in Wil oder Gansingen und die Bezirksschule in Laufenburg. Die nächstgelegenen Kantonsschulen (Gymnasien) befinden sich in Baden und Wettingen.

Weblinks


See also: Hottwil, 1150, 1316, 1468, 1528, 1798, 1900