Humanethologie

Die Humanethologie ist ein Zweig der Verhaltensbiologie, der vor dem Hintergrund, dass auch der Mensch das Resultat einer langen stammesgeschichtlichen Entwicklungsreihe ist, insbesondere jene Verhaltensweisen unserer Art erforscht, die als angeboren gelten können. Der bekannteste deutsche Forscher auf diesem Gebiet ist Irenäus Eibl-Eibesfeldt.

Diese Suche nach Verhaltensweisen des Menschen, die in unterschiedlichsten Kulturen in annähernd gleicher Ausprägung vorkommen, hat (vergleichbar nur mit den häufig ideologisch und gelegentlich religiös motivierten Vorbehalten gegen die Soziobiologie) immer wieder temperamentvoll geführte Auseinandersetzungen provoziert. Denn sie widerspricht schon im Ansatz jenen zeitweise populären Anschauungen, denen zufolge der Mensch einzig und allein durch Erziehung (also durch Lernen) in seiner Entwicklung bestimmt werde.

Inzwischen hat sich jedoch die Einsicht weithin durchgesetzt, dass angeborene Verhaltensmuster (zum Beispiel die Steuerung der Gesichtsmuskeln beim Lächeln) und erlernte Verhaltensmuster gemeinsam unser Verhalten formen.

Forschungsthemen

Aus der Stammesgeschichte des Menschen ableitbare, angeborene Verhaltensweisen werden von den Humanethologen mit diversen unterschiedlichen Vorgehensweisen untersucht:

Literatur


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See also: Humanethologie, Ethogramm, Irenäus Eibl-Eibesfeldt, Menschenaffen, Primaten, Soziobiologie, Stammesgeschichte, Steven Pinker, Verhaltensbiologie