Hydrazin
| Strukturformel | |
|---|---|
| 85px | |
| Allgemeines | |
| Name | Hydrazin |
| Summenformel | N2H4 |
| Andere Namen | Hydrazinium, Hydrazinanhydrid, Diamine, Diamid, Diazan, Hydrazin Base |
| Kurzbeschreibung | klare, farblose, ölige Flüssigkeit |
| CAS-Nummer | 302-01-2 |
| Sicherheitshinweise | |
| 70px 70px | |
| R- und S-Sätze | R: 10 - 23/24/25 - 34 - 43 - 45 - 50/53, S: 45 - 53 - 60 - 61 |
| Handhabung | Handschuhe tragen |
| Lagerung | Dicht verschlossen unter Luftausschluss |
| TRK | 0,13 mg/m3 |
| LD50 (Ratte, oral) | 90 mg/kg |
| LD50 (Kaninchen, dermal) | 91 mg/kg |
| Physikalische Eigenschaften | |
| Aggregatzustand | ölige Flüssigkeit |
| Farbe | farblos |
| Dichte | 1,01 g/cm³ (20 °C) |
| Molmasse | 32,05 g/mol |
| Schmelzpunkt | 2° C |
| Siedepunkt | 113 °C |
| Dampfdruck | 21 mbar bei 20 °C |
| Weitere Eigenschaften | |
| Löslichkeit | in g/l LM (angeben welches!) (bei xx in °C) bei mehreren Zeilenumbruch! |
| Gut löslich in | Wasser, Ethanol |
| Schlecht löslich in | Lösungsmittel |
| Unlöslich in | Lösungsmittel |
| Analytik | |
| Klassische Verfahren | Photometrie mit Zugabe von Salzsäure und p-Dimethylaminobenzaldehyd |
|
SI-Einheiten wurden, wo möglich, verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, wurden Normbedingungen benutzt. | |
Hydrazin ist eine Stickstoff-Verbindung mit der Molekülformel N2H4. Es ist eine farblose, ölige, ammoniakalisch riechende Flüssigkeit. Hydrazin ist giftig und im Tierversuch krebsauslösend (karzinogen). Technisch gibt es mehrere Wege zur Synthese von Hydrazin. Entweder durch Einwirkenlassen von konzentrierter Ammoniaklösung oder gasförmigem Ammoniak NH3 auf Natriumhypochlorit NaClO oder durch Ammoniak oder Harnstoff in Gegenwart von Aceton (Acetonverfahren). Das 100%ige Hydrazin ist im Handel nicht erhältlich, sondern nur die verdünnte Lösung. Konzentrierte Lösungen sind in Verbindung mit anderen Oxidationsmitteln hoch explosiv, teilweise hypergol. Man verwendet Hydrazin deshalb vor allem in Raketentreibstoffen und zur elektrochemischen Stromerzeugung in Sekundärzellen. Ferner werden verdünnte Lösungen auch als Reagenzien im Labor sowie zur Konditionierung von Kesselspeisewasser in Großkraftwerken mit Betriebsdrücken über 125 bar und bei Schiffsrümpfen als Korrosionsinhibitoren verwendet.
Siehe auch: 1,1-Dimethylhydrazin (UDMH)
