Hypercholesterinämie
Unter Hypercholesterinämie versteht man einen zu hohen Cholesterinspiegel im Blut.
Im Allgemeinen wird über einem Blutwert von 200 mg/dl, dem zur Zeit empfohlenen Grenzwert, von Hypercholesterinämie gesprochen.
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Cholesterin Normwerte
Für die Bestimmung der Normwerte wird das Blut nüchtern untersucht (12-14 Stunden ohne Nahrung). Gemäß den letzten Empfehlungen der Mediziner soll der Cholesterinwert unter 200 mg/dl liegen.
Durchschnittlicher gemessener Cholesterinwert
Nachfolgend sind die Cholesterinwerte verschiedener Bevölkerungsgruppen beispielhaft aufgeführt.
So wurde im Jahr 1990 bei Männer zwischen 50 bis 80 folgende Durchschnittswerte ermittelt.
- Japan: 5.2 mmol entspricht ca. 201 mg/dl
- Frankreich: 6.1 mmol entspricht ca. 236 mg/dl
- Italien: 5.8 mmol entspricht ca. 224 mg/dl
- Schweden: 6.2 mmol entspricht ca. 240 mg/dl
- USA: 5.6 mmol entspricht ca. 216 mg/dl
- Britannien: 6.2 mmol entspricht ca. 240 mg/dl
- Finnland: 6.3 mmol entspricht ca. 244 mg/dl
In Österreich hatten 1997 ca. 72,5% der untersuchten Bevölkerung einen Cholesterinwert
>200 mg/dl.
In Deutschland waren von 1,2 Millionen Cholesterinmessungen 60% über dem Richtwert und 20% hatten einen Cholesterinwert > 250 mg/dl.
Sekundäre Hypercholesterinämie
Eine Erhöhung der Serum-Cholesterinkonzentration über dem Normalbereich wird als Sekundäre Hypercholesterinämie bezeichnet. Die Ursachen hierfür sind vielfältig und können unter anderen Diabetes, Übergewicht, Gicht, Alkoholismus oder Schwangerschaft sein.
Familiäre Hypercholesterinämie
Die familiäre Hypercholesterinämie beruht oft auf einen Defekt des LDL-Rezeptor-Gens. Dabei wird der LDL-Rezeptor gar nicht oder nur unvollständig ausgebildet.
Bei der familiären Hypercholesterinämie ist der Cholesterinspiegel und insbesondere der LDL-Wert deutlich erhöht. Man unterscheidet zwischen der heterozygoten (Cholesterinwerte zwischen 270-550 mg/dl) und der homozygoten Form (Cholesterinwerte zwischen 650-1000 mg/dl). Die Erkrankung kann bereits im Kindesalter auftreten und zeigt sich insbesondere durch Ablagerungen von Fett in der Haut, den so genannten Xanthomen.
Quellen
- Law, M. Wald, N.: BMJ Volume 318, 1999, S. 1471
- Löffler, G: Biochemie und Pathobiochemie, Springer Verlag, Heidelberg, 2003, ISBN 3-540-42295-1
Weblinks
Netdoktor : Hypercholesterinämie
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