Ibrahim Rugova

Ibrahim Rugova (* 2. Dezember 1944 in Cerrcë, Kosovo) ist ein politischer Führer der albanischen Kosovaren.

Er studierte Philosophie und promovierte 1984 in Literatur an der Universität Pristina. Rugova wurde 1988 Präsident des Schriftstellerverbands des Kosovo.

Als Antwort auf die Aufhebung der Autonomie des Kosovo durch Slobodan Milošević gründete Rugova die Demokratischen Liga des Kosovo (LDK) 1989, deren Präsident er wurde. In den von der jugoslawischen Zentralregierung nicht anerkannten Wahlen wurde er am 24. Mai 1992 zum Präsidenten der Republik Kosovo gewählt und 1998 wiedergewählt. Im Konflikt mit Serbien setzte er sich für eine gewaltfreie Lösung des Kosovo-Problems ein. Deswegen wird er auch als "der Gandhi Europas" bezeichnet. 1999 kam es nach Operationen der serbischen Armee und Sicherheitskräften gegen die UCK zum militärischen Angriff der NATO auf Jugoslawien. Nach Beginn der NATO-Luftangriffe auf Serbien wurde Rugova interniert. Er erschien im jugoslawischen Fernsehn im Gespräch mit Slobodan Milošević als ob er Verhandungen über die Zukunft des Kosovo führe. Er konnte aber Anfang Mai 1999 nach Italien ausreisen und kehrte nach Beendigung des Krieges Mitte Juli 1999 wieder zurück.

Die LDK proklamierte am 2. Juli 2000 die Unabhängigkeit des Kosovo. Bei den 2002 durch die UNO ausgerichteten freien Wahlen im Kosovo gewann die LDK die Mehrheit, Ibrahim Rugova wurde am 4. März 2002 zum provisorischen Präsidenten des Kosovo gewählt.

Am 15. März 2005 entging Rugova einem Bombenattentat.

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Personendaten
Rugova, Ibrahim
Politischer Führer der albanischen Kosovaren
2. Dezember 1944
Cerrcë, Kosovo

See also: Ibrahim Rugova, 15. März, 1944, 1989, 1998, 1999, 2. Dezember, 2002, 2005