Pieniężno

Pieniężno (deutsch Mehlsack) ist eine Stadt mit 3.200 Einwohnern in Polen. Sie liegt an der Walsch (Wałsza) 30 km südöstlich von Braunsberg (Braniewo) und gehört dem Powiat Braniewski, Woiwodschaft Ermland-Masuren an.

Geschichte

Mehlsack wurde im 14. Jahrhundert im preußischen Ermland, westlich von Heilsberg gegründet. Das Stadtwappen zeigt u.a. zwei Mehlsäcke. Nikolaus Kopernikus war einige Jahre Administrator der Landkreise Allenstein und Mehlsack.

Im Februar 1945 bei dem Kämpfen um das "Heilsberger Dreieck" und dann um den Kessel von Heiligenbeil wurde die Stadt zu 90 % zerstört. Als eine der wenigen südostpreußischen Städte (wie z. B. Rastenburg und Sensburg) wurde Mehlsack vollkommen umbenannt, und zwar nach einem Redakteur der Gazeta Olsztyńska, der in der Nazizeit verbotenen Zeitung der polnischen Minderheit im Ermland.

Mehlsack konnte sich in der Folgezeit kaum mehr entwickeln. Die Altstadt blieb bis in die 1990er Jahre hinein eine Brachfläche, welche nur von der erhalten gebliebenen Katholischen Kirche überragt wurde. Nur die Ruine des Rathauses, die Reste der früheren Burg, der schinkelsche Turm der daran angebauten evangelischen Kirche, die Fundamente zahlreicher Häuser und das gitterförmige Straßennetz blieben erhalten. Seither erfolgt auf dem Grundriss der alten Stadt ein umfangreicher Wiederaufbau. Die wichtigsten Bauten werden rekonstruiert, die übrigen Straßenzüge im Maßstab der alten Bebauung neu errichtet.

Partnerstädte

Weblinks

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See also: Pieniężno, 14. Jahrhundert, 14. Oktober, 1996, Allenstein, Braunsberg, Ermland, Heilsberg, Karl Friedrich Schinkel