IGLU-Studie

IGLU ist die Abkürzung für Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung. In dieser Studie werden Lesefähigkeiten bzw. das Leseverständnis von Viertklässlern verglichen. Die Fähigkeiten der deutschen (Grund-)Schüler liegen nach dieser 2003 veröffentlichten Studie im internationalen Vergleich im vorderen Mittelfeld. Nach den ernüchternden Ergebnissen der PISA-Studien wurde dies als Überraschung angesehen. Insbesondere gab es Anlass zu Diskussionen, ob im deutschen Schulsystem gravierende Probleme im Zeitraum zwischen der vierten Klasse (von IGLU untersucht) und der achten Klasse (von PISA untersucht) bestehen. Als mögliche Ursachen wurden vor allem der dazwischen liegende Schulwechsel und die Aufteilung in das dreigliedrige Schulsystem diskutiert.

Teilnehmerländer sind Argentinien, Belize, Bulgarien, Deutschland, England, Frankreich, Griechenland, Hongkong, Iran, Island, Israel, Italien, Kanada, Kolumbien, Kuwait, Lettland, Litauen, Marokko, Mazedonien, Moldawien, Neuseeland, die Niederlande, Norwegen, Rumänien, Russland, Schottland, Schweden, Singapur, die Slowakische Republik, Slowenien, die Tschechische Republik, die Türkei, Ungarn, die USA und Zypern.

In Deutschland obliegen Durchführung und Koordination dem Lehrstuhl für Quantitative Methoden und Internationale Bildungsforschung an der Universität Hamburg, Prof. Dr. Wilfried Bos und Dr. Eva-Maria Lankes.

Weblinks

http://www.erzwiss.uni-hamburg.de/IGLU/home.htm

See also: IGLU-Studie, 2003, Argentinien, Belize, Bulgarien, Deutschland, England, Frankreich, Griechenland, Hongkong