Iltisse
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Iltisse | ||||||||||||
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Schwarzfußiltisse in einer Bodenvertiefung bei Nacht. | ||||||||||||
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Iltisse sind eine mit den Wieseln und Nerzen dicht verwandte Untergattung der Marder. Es gibt drei Arten:
- Europäischer Iltis auch Waldiltis (umgangsprachlich: Ratz, Ilk oder Stänker) (Mustela putorius)
- Steppeniltis (Mustela eversmannii)
- Schwarzfußiltis (Mustela nigripes)
Europäischer Iltis
Der Iltis lebt in Wäldern, Feldern und Wiesen, auch in menschlicher Nähe bei Dörfern und Höfen. Seine Beutetiere sind Ratten und Mäuse, seltener auch Kaninchen, Vögel und Eidechsen. Manchmal erlegt er auch Schlangen durch einen schnellen Biss. Er ist aber, anders als manchmal behauptet, nicht gegen Schlangengift immun.
Der Rüde ist größer, bis zu 60 cm Länge, als die Fähe, rund 30 bis 40 cm Länge.
Der Iltis bewohnt Fuchs- u. Kaninchenbauten, er findet Unterschlupf in Scheunen, Gemäuern und in anderen Verstecken in der Nähe menschlicher Siedlungen. Die Lebensweise ähnelt der des Steinmarders. Iltisse klettern fast nicht, sondern bewegen sich auf dem Boden.
Etwa im 1. Jahrtausend v. Chr. begann der Mensch die Jagdfähigkeiten der Iltisse für seine Bedürfnisse zu nutzen. Es wurden Wildtiere gezähmt und für die Jagd auf Kaninchen, Ratten und Mäuse eingesetzt. Über die Jahrhunderte entstand so die domestizierte Form des europäischen Iltisses (Mustela putorius) das Frettchen (Mustela putorius furo).
Andere Arten
Der Steppeniltis ist ursprünglich in Sibirien verbreitet gewesen. Im 19. Jahrhundert überquerte er mit oder ohne menschliches Zutun den Ural und ist nun auch in Osteuropa stellenweise heimisch geworden. Sein Lebensraum sind Steppen und Halbwüsten, wo er vor allem Hamster und Ziesel jagt.
Der Schwarzfußiltis vertritt unseren Iltis in der nordamerikanischen Prärie. Er ernährt sich vor allem von Präriehunden.
