Imaginismus
Die Imaginisten (lat. imago Bild) waren eine anglo-amerikanische literarische Bewegung, die um 1912 entstand und nach dem Ersten Weltkrieg wieder verschwand. Der Schriftsteller Thomas Ernest Hulme war einer der ersten, der in seinem Werk diese Ideen propagierte.
Die Imaginisten wollten gerade in der Lyrik die Tradition hinter sich lassen indem sie z.B. die Umgangssprache mit einbezogen. Der Regeln von Rhetorik und Metrik sollten keine Bedeutung mehr zugestanden werden. Ein freier Rhythmus, auch in der Prosa, fand immer mehr Zuspruch.
Richard Aldington fungierte als Herausgeber der avantgardistischen Zeitschrift The egoist. Sie galt u.a. als Sprachrohr der Imaginisten.
Nach 1917 blieben manche dieser Thesen aktuell und beeinflußten u.a. Thomas Stearns Eliot.
Folgende Schriftsteller zählte man zu den Imaginisten:
- Richard Aldington
- John Cournos
- Hilda Doolittle
- John Gould Fletcher
- Frank Stuart Flint
- Ford Madox Ford
- Thomas Ernest Hulme
- James Joyce
- David Herbert Lawrence
- Amy Lowell
- Ezra Pound
- William Carlos Williams
Literatur
- Coffman, Stanley K.: Imagism. - New York : Octagon Pr., 1977. - ISBN 0-374-91793-0
- Hughes, Glenn: Imagism and the imagists. - New York : Biblo & Tannen, 1972. - ISBN 0-8196-0282-5
- Pratt, William C.: The imagist poem. - New York : Duton, 1963. - ISBN 0-525-47126-X
