In situ

Der Begriff in situ (lat. am (Ursprungs-) Ort, am Platz) bezeichnet

  1. in der Informationsverarbeitung Sortierverfahren, die keinen zusätzlichen Speicheraufwand benötigen als den, der von den Elementen sowieso schon benutzt wird: die Elemente werden also innerhalb des vorhandenen Speichers vertauscht und nicht in einen neuen umkopiert. Synonym für in-place.
  2. in der Ökologie als in-situ-Erhaltung die Erhaltung von Ökosystemen und Biotopen und die Erhaltung oder Wiederansiedelung von Arten in der natürlichen Umgebung, in der sie sich entwickelt haben.
  3. im Bauwesen und der Umwelttechnik die Ausführung bestimmter Verfahren vor Ort, etwa Altlastensanierung.
  4. in der synthetischen Chemie die Herstellung einer (meist sehr reaktiven) Ausgangsverbindung und deren unmittelbare Weiterverwendung im selben Reaktionsgefäß.
  5. in der Medizin:
    • Carcinoma in situ: lokal begrenzter Krebsherd = frühestes (in der Regel heilbares) Krebsstadium
    • Laser in situ Keratomileusis (LASIK): ein Verfahren zum Ausgleich der Kurzsichtigkeit des menschlichen Auges und anderer Fehlsichtigkeiten mittels Laserchirurgie
  6. in der Biologie eine Abkürzung für die In situ-Hybridisierung
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See also: In situ, Altlast, Chemie, Computerspeicher, In-place, In situ-Hybridisierung, Operationsmethoden in der Ophthalmologie, Sortierverfahren, Ökologie