Indischer Hanf
Der Indische Hanf (Cannabis indica) ist entweder eine eigenständige Art aus der Gattung Hanf (Cannabis) oder eine Unterart von Cannabis sativa.
Der Indische Hanf unterscheidet sich deutlich von seinen Verwandten, Cannabis sativa und Cannabis ruderalis. Er kommt aus den Hochgebirgen Indiens und des Orients und hat sich an karge Nährstoffvorkommen und niedrige Temperaturen angepasst.
Deutliche Unterschiede sind:
Das Wuchsbild: Indischer Hanf wächst nur bis zu einer Höhe bis zu 1,50 m, maximal 2 m Höhe, und erscheint buschiger als Cannabis ruderalis und Cannabis sativa.
Lebensraumanpassung: Er ist robuster als seine Verwandten, weshalb er besser mit den Klimaverhältnissen sowie den Bodenverhältnissen klarkommt als seine Verwandten aus den Tälern und den Tropen. Im Gegensatz zu C. sativa bildet C. indica seine Blüten entlang der Internodien, den Stielteilen zwischen den Blattabständen.
Rauschwirkung: Cannabis indica hat eine stärker sedierende bis einschläfernde Wirkung als Cannabis sativa, welches eine mehr psychedelische und anregende Wirkung hat.
C. indica wird seit Jahrtausenden von den Menschen zum rituellen Gebrauch und Konsumgebrauch gezüchtet, daher haben sich neben der Wildform diverse Zuchtformen entwickelt. Heute werden auf der gesamten Welt Indica-Sorten gezüchtet, das Zentrum sind die Niederlande sowie Kanada und die USA, wo die Zucht illegal erfolgt. Es werden die Pflanzen selektiert, die die beste Produktion an stark THC-haltigem Harz haben und oft weibliche Nachfolger hervorbringen. Nur die weibliche Pflanze eignet sich zur Marihuanaproduktion.
Es ist möglich, Cannabis indica mit Cannabis sativa und/oder Cannabis ruderalis zu kreuzen (Hybridisierung). Hiermit soll der THC-Gehalt erhöht oder die Blütezeit verkürzt werden.
