Individuation

Individuation (lat. individuare = sich untrennbar machen) ist der Weg zu einem eigenen Ganzen.

Die Individuation sucht den Seinsgrund von Einzelwesen (principium individuationis). Im Scotismus bezieht man sich auf die Diesheit (Haecceitas), welche auf die Individualität ausgerichtet ist.

Der Pschoanalytiker Carl Gustav Jung hat lange Traumserien ausgewertet und daraufhin die These aufgestellt, dass die Träume als ein wie in planvollen Stufen verlaufender Entwicklungs- und Ordnungsprozess auffassbar sind. Diesen Vorgang bezeichnete er als Individuation. Wenn wir schlafen, arbeitet demnach unsere Seele an unserer Ganzwerdung.

Individuation und Sozialisation wirken zunächst als polare Gegensätze, beide lassen sich jedoch auch als zwei Phasen einer dialogischen Anthropologie auffassen (Kuno Lorenz).

Siehe auch

Literatur


Kategorie:Philosophie Kategorie:Entwicklungspsychologie Kategorie:Anthropologie

See also: Individuation, Carl Gustav Jung, Duns Scotus, Individualisierung, Individualität, Individuationsprinzip, Kuno Lorenz, Polarität, Principium individuationis, Sozialisation