Informelle Kunst
Informel (frz.: art informel: informelle Kunst) ist eine künstlerische Stilrichtung, die sich 1945/46 in Paris im Rahmen der École de Paris als Gegenpol zur geometrischen Abstraktion bildete.
Sie spielte in den 1950er und 1960er Jahren in Deutschland eine große Rolle. Zu den Vertretern gehören u.a. die Mitglieder der Gruppe COBRA sowie Hans Hartung. Vor allem im Ausland bekannt ist der deutsche Künstler Emil Schumacher.
Zu ergänzen sind folgende - entscheidenden - Künstler des (deutschen) Informel, die, neben Hartung oder Schumacher, von nicht minder internationaler kunsthistorischer Bedeutung sind: Karl Fred Dahmen, K. O. Götz, Gerhard Hoehme, Hans-Jürgen Schlieker, Bernard Schultze, K.R.H. Sonderborg, Fred Thieler und Hann Trier.
Entscheidend beigetragen zum Import des Informel nach Deutschland hat Hans Platschek zusammen mit dem dänischen Maler Asger Jorn; diese Zusammenarbeit fand hauptsächlich statt aufgrund einer darauffolgenden Initiative des Münchner Galeristen Otto van de Loo; er hat auch nachfolgende Künstlergruppierungen im Sinne der (später weiterentwickelten) Informel-Theorie wesentlich gefördert, als da wären: SPUR und später folgend WIR und Geflecht.
Ein Beispiel für heutige Vertreter des deutschen Informel sind Dieter Borst und Wolfgang Troschke.
